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Schüleraustausch am AEG in Sankt Augustin: Erstmal wärmer anziehen

Schüleraustausch am AEG in Sankt Augustin : Erstmal wärmer anziehen

Vier Schüler aus Guatemala sind bis Ende des Jahres bei ihren Austauschpartnern vom Albert-Einstein-Gymnasium zu Gast. Überrascht hat sie das kalte Wetter.

Neue Erfahrungen sammeln, Sprachkenntnisse vertiefen, fremde Länder kennenlernen und den Lebenslauf aufpolieren – die Gründe für einen Schüleraustausch sind vielfältig. Bereits zum dritten Mal haben nun Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums (AEG) die Chance, für vier bis sechs Wochen in Guatemala zu leben und dort am Alltag teilzunehmen. In den Sommerferien 2017 besuchen vier Schüler aus Sankt Augustin das Land in Südamerika. Aktuell haben sie Besuch von vier Austauschschülern aus Guatemala.

Diese leben noch bis Ende des Jahres bei den Familien der Schüler. Es war vor allem das kalte Wetter, das die Schüler aus Guatemala bei ihrer Ankunft überrascht hat. Die Jugendlichen, die das feuchttropische Klima ihres Landes gewohnt waren, mussten sich erstmal wärmer einkleiden. Insgesamt 44 Schüler aus Guatemala, die auf verschiedene Schulen in ganz NRW aufgeteilt wurden, sind seit Samstag für den Schüleraustausch in Deutschland.

„Die meisten lernen bereits seit dem Kindergarten Deutsch. Viele Guatemalteken haben auch deutsche Wurzeln. Daher können die meisten Schüler, wenn sie hier ankommen, bereits sehr gut Deutsch und es gibt selten Sprachprobleme“, so Anne Brosius, Spanischlehrerin am AEG und Initiatorin des Austauschs. Auch die Schüler des AEG lernen früh Spanisch. So bietet das Gymnasium in Sankt Augustin als eine der wenigen Schulen in ganz NRW bereits ab der sechsten Klasse Spanisch als zweite Fremdsprache an.

„Am Anfang ist es schon seltsam, den ganzen Tag in der fremden Sprache zu sprechen. Aber alle sind super hilfsbereit und schnell verliert man die Scheu davor“, sagte die 19-jährige Leonie Prinsen. Die Schülerin hatte im vergangenen Jahr an dem Austausch teilgenommen und berichtete den aktuellen Austauschschülern von ihren Erfahrungen. Bis diese allerdings nach Guatemala aufbrechen, müssen sie noch ein halbes Jahr warten.

#Zuerst zeigen sie ihren Partnern Sehenswürdigkeiten, Weihnachtsmärkte und verschiedene Bräuche, wie zum Beispiel Karnevalssitzungen, in ihrer Heimat. Neben den Freizeitaktivitäten sollen die guatemaltekischen Schüler auch am Alltag der Familien teilnehmen und den normalen Unterricht besuchen. „Sowohl die deutschen als auch die guatemaltekischen Schüler werden deutlich die Unterschiede in den alltäglichen Dingen wie beispielsweise den Umgangsformen zwischen Schülern und Lehrern oder dem Schulweg feststellen. Es ist eine tolle Erfahrung, von der beide Seiten profitieren“, so Brosius.