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Huma-Markt: Geteiltes Echo auf die neuen Pläne für das Einkaufszentrum

Huma-Markt : Geteiltes Echo auf die neuen Pläne für das Einkaufszentrum

Das sagen die Ratsfraktionen zu den neuen Entwürfen zum Huma-Markt in Sankt Augustin.

Georg Schell (CDU): Die CDU ist sehr erfreut darüber, dass der Investor an dem Vorhaben von weit über 100 Millionen Euro festhält und es dadurch zu einer positiven Umgestaltung der Stadtmitte kommen wird. Beim Vergleich zwischen alter und neuer Planung sinkt die Gesamtfläche, aber die Anzahl der Geschäfte steigt von 90 auf 140 - und damit steigt auch die Attraktivität erheblich.

Gerhard Schmitz-Porten (SPD): Wir begrüßen die neuen Pläne. Die SPD wird wieder konstruktiv an der raschen Umsetzung mitwirken. Die jetzt bereits erkennbaren Abstriche vom Ursprungsentwurf (Bürgerforum, großzügiger Umbau der Marktplatte, Wegeführungen, städtebauliche Gestaltung) sind aber schmerzhaft, Verbesserungen daher notwendig.

Martin Metz (Grüne): Weniger Flächenzuwachs und das Shop-Konzept sind besser als in den alten Plänen. Schade, aber absehbar ist der Verzicht aufs Bürgerforum. Städtebaulich sind die neuen Pläne allerdings ein Rückschritt: Die Spindel soll weiter kommen und an der Rathausallee nun ein reines Parkhaus entstehen. Die Marktplatte soll bleiben, wie sie ist, und die Anbindung an die Südarkaden wird kaum besser als heute. Der neue Huma droht zum Fremdkörper in der Stadt zu werden.

Stefanie Jung (FDP): Ich begrüße die neuen Pläne. Das ursprünglich geplante Vorhaben wird in großen Teilen umgesetzt. Obgleich das Gebäude nunmehr etwas konservativer erscheint, passt sich der Neubau in die städtebauliche Gesamtkonzeption für die urbane Mitte sehr gut ein. Durch die Vielfalt an Shops darf auf eine gute Vermarktung der Verkaufsflächen und ein attraktives Warenangebot gehofft werden.

Wolfgang Köhler (Aufbruch): Die Planungen sind vom Konzept her schon eine starke Veränderung. Freiräume zwischen den Baukörpern entfallen, das ist schade, ebenso wie der Wegfall des Bürgerforums. Ob die Planungen ein Rückschritt sind, wird erst der Betrieb zeigen. Aber das, was wir bekommen, ist allemal um Längen besser, als das, was wir haben. Wir werden das positiv begleiten.