Zirkuswoche in Sankt Augustin Junge Artisten zeigten ihr Können

SANKT AUGUSTIN · "Manege frei!" hieß es am Donnerstag in der Turnhalle der Hans-Christian-Andersen-Grundschule. Eine Woche lang hatten 54 Kinder aus dem Ort eine große Zirkusaufführung geprobt.

 Zirkusferienwoche in der Hans-Christian-Andersen-Schule von Sankt Augustin: Die kleinen Akrobaten zeigen eine große Pyramide.

Zirkusferienwoche in der Hans-Christian-Andersen-Schule von Sankt Augustin: Die kleinen Akrobaten zeigen eine große Pyramide.

Foto: Holger Arndt

Ob Clowns, Akrobaten oder echte Fakire - entstanden war eine wahrlich zirkusreife Show. Gestern fand nach vielen Proben dann die große Aufführung vor rund 150 Zuschauern statt.

"Wir haben in der Woche gezaubert, haben Luftakrobatik und Seillaufen und auch Auftritte als Clown geübt", erzählte der zehnjährige Simon noch kurz vor der großen Show. An den ersten beiden Tagen durften die Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren alle Zirkuselemente erst einmal ausprobieren.

Dann mussten sie sich entscheiden, mit welchen Tricks sie bei der Show auftreten wollten. Organisiert hatte die Zirkusferienwoche der ASV Sankt Augustin.

"Ein paar Jugendliche des ASV haben uns auch in der Woche unterstützt", sagte Ingo Scharnbacher vom Spielezirkus Bonn-Rhein-Sieg, selbst ASV-Vater. Zusammen mit Zirkuspädagogin Ronja Siewert hatte er die Show auf die Beine gestellt. Bei der Vorstellung am Freitag sorgten große Schwungtücher für die farbenfrohe Zirkusatmosphäre in der Turnhalle.

Los ging es dann mit einer kurzen Vorstellung der zehn Schlafclowns in ihren Pyjamas, die nur darauf warteten, dass die Show endlich losging. Glockenschläge weckten die schlafenden Clowns auf und läuteten gleichzeitig die Show ein.

Die 54 Clowns, Akrobaten und Zauberer stürmten in die Manege, begrüßten das Publikum und sorgten gleich für das nächste Highlight: Eine riesige Pyramide mit allen Kindern baute sich vor dem Publikum auf. Die großen Akrobaten knieten sich auf den Boden und die kleineren kletterten die Pyramide nach oben. Nach bestandener Akrobatik durfte die Verbeugung vor dem Publikum natürlich nicht fehlen.

Und dann kamen nach und nach die Vorführungen der Zauberer, der Seilartisten und der Hoch- und Miniradfahrer. "Ich bin vorher noch nie Minirad gefahren", erzählte die zehnjährige Alexandra. Gelernt habe sie es erst hier in der Zirkuswoche. Für Staunen im Publikum und Schrecken bei einigen Eltern sorgten wahrlich die Fakire.

Ohne zu zögern legte sich der neunjährige Paul auf ein Nagelbrett und ging über Scherben. "Das tut aber gar nicht weh", versicherte er. Und wer jetzt denkt, das sei alles nur Schau gewesen, den konnte Simon beruhigen. "Ich habe die Nägel angefasst. Die sind echt und nicht aus Zucker", sagte der Jongleur, der die Zuschauer mit seinen Devilsticks begeisterte.

Im Publikum waren auch 60 Kinder der benachbarten Ferienbetreuung der Offenen Ganztagsschule. "Die Kinder kennen sich ja untereinander und das Publikum ist so entsprechend gewachsen", freute sich Ingo Scharnbacher. Doch von etwaiger Nervosität war bei den Artisten aufgrund des hohen Besucheransturms nichts zu spüren.

Nach dem Finale und der letzten Verbeugung gab es tosenden Applaus von den Kindern und Eltern im Publikum. Eine Zugabe durfte auch nicht fehlen. "Die Woche hat totalen Spaß gemacht", fanden nicht nur die Kinder, sondern auch Michaela Krüger.

Die erste Vorsitzende des ASV war ebenfalls als Helferin aktiv. Klar ist nach den Tagen in der Manege, dass die Kinder am Montag in der Schule einiges zu erzählen und noch viel mehr zu zeigen haben.

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