Weiberfastnacht in Sankt Augustin Keine Alternative zur Party auf der Markplatte

SANKT AUGUSTIN · Zwei Stunden haben die Kooperationspartner der Weiberfastnachtsparty am Montagabend im Jugendamt der Stadt Sankt Augustin getagt. Eine Alternative zur abgesagten Party auf der Marktplatte vor dem Rathaus haben sie dabei nicht gefunden.

Das bestätigte Niklas Körber, Leiter des Stadtjugendrings, der die Fete auch veranstaltet. Körber sagte: "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich sehe noch nicht komplett schwarz, aber rosig sieht es auch nicht aus." Wie berichtet, hat die Stadt die Feier für die nächsten beiden Jahre aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Huma-Abriss und Neubau sorge für zu viele Risiken.

Laut Körber stünde nur noch etwa ein Drittel der Fläche für die 4000 Jugendlichen - so viele kamen dieses Jahr - zur Verfügung. Auch der Weg von der Stadtbahnhaltestelle sei nur noch halb so breit durch die Baustelle. "Die Fläche und die Fluchtwege sind zu klein für eine Party", sagt Körber. Die Stadt hatte nach der Absage betont, möglicherweise einige kleinere Feiern zu organisieren. Zusätzlich zu den bereits verworfenen elf möglichen Standorten haben die Kooperationspartner am Montag noch weitere Örtlichkeiten besprochen - etwa den Schulhof des Albert-Einstein-Gymnasiums. Dieser sei aber ein Evakuierungsort und somit nicht nutzbar, sagte Körber.

Auch die Marktplätze in den einzelnen Stadtteilen prüften die Organisatoren. Aber hier gab es ebenfalls zu große Bedenken. Ähnlich sieht es bei den Schulhöfen aus. "Und die Schulen sind bestimmt nicht so begeistert von der Idee, dort eine Party durchzuführen", sagte Körber. Trotz der Absage stellte er klar, dass für die Marktplatte im nächsten Jahr ein Sicherheitskonzept erarbeitet wird. "Es werden sich ja trotzdem Leute dort einfinden. Je nachdem, wie groß die Gruppe wird, muss man dann einschreiten."

Zum Thema Sicherheit sagte Stefan Birk, Sprecher der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg, dem GA: "Wir können die Lage erst seriös besprechen, wenn uns ein Veranstaltungsort für eine alternative Feier genannt wird."

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