Langer Tag der Region Exkursionen gaben Einblicke in Tourismus und Industrie

Rhein-Sieg-Kreis · So viele Teilnehmer wie noch nie begrüßte Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, beim Langen Tag der Region, zu dem in diesem Jahr der Rhein-Sieg-Kreis eingeladen hatte. Mehr als 700 Menschen aus dem Raum Köln-Bonn waren der Einladung in den Kreis gefolgt.

 Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln und Vorsitzende der Region Köln-Bonn, beim „Langen Tag der Region“.

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln und Vorsitzende der Region Köln-Bonn, beim „Langen Tag der Region“.

Foto: Andrea Ziech

Mehr als 700 Menschen aus der Region Köln-Bonn, in der neben drei Städten auch die Kreise der Region zusammengeschlossen sind, sind am Wochenende beim „Langen Tag der Region“ zusammengekommen. „Das sind so viele wie noch nie“, betonte Sebastian Schuster, Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, der in diesem Jahr Gastgeber des jährlich stattfindenen Austausches mit Akteuren aus dem gesamten Verbreitungsgebiet des Vereins Region Köln-Bonn war.

Sie alle kamen am späten Freitagnachmittag zu einem Empfang im Garten des Steyler Missionare in Sankt Augustin zusammen. Zuvor gab es insgesamt 15 Exkursionen, bei denen die Teilnehmer den Kreis kennengelernt hatten - und die „alle ausgebucht waren“, wie eine Teilnehmerin bedauernd feststellte, die keinen Platz mehr bekommen hatte.

„Das war wie Urlaub“, fasste hingegen Helena Gerhardt aus der Verwaltung der Stadt Neuss ihre Exkursion zusammen. Für sie und weitere Teilnehmer ging es mit dem Fahrrad an der Sieg entlang. Gerhardt genoss dabei aber nicht nur die Landschaft an der Sieg entlang, sie hob auch die vielen Hintergrundinformationen hervor, die sie dabei bekam, beispielsweise zum Spagat zwischen Naherholung und Naturschutz.

Alle Facetten der Region im Rhein-Sieg-Kreis

Auch der Tourismus war Thema bei der Exkursion „Rhein, Rauf, Runter“. Sie kenne die Region zwar, meinte Mona Dohmen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, aber vor allem zum Naturschutz und dem Tourismus im Siebengebirge habe sie interessante Einblicke erhalten. Zusätzlich zum Tourismus konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch über die Industrie und das Gewerbe im Kreis, die Entwicklung der Städte und innovative Forschungsprojekte informieren.

Man sehe nahezu alle Facetten der Region im Rhein-Sieg-Kreis, sagte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, derzeit Vorsitzende des Vereins Region Köln-Bonn, beim anschließenden Empfang für die Teilnehmer im Garten der Steyler Missionare in Sankt Augustin. Sie begrüßte die „große regionale Familie“ und wies auf die regionale und interkommunale Zusammenarbeit hin, die es in der Region inzwischen seit 22 Jahren gibt. „Wir können es uns heute nicht mehr erlauben, das Rad an jeder Ecke neu zu erfinden“, so Reker. Als ein Beispiel nannte sie den Kompass Fördermittelmanagement, schließlich seien alle Kommunen gleichermaßen einem Förderdschungel ausgesetzt und hätten mit verschärften Haushaltslagen zu kämpfen.

Auf die Herausforderungen durch den Klimawandel, die sich nur gemeinsam meistern ließen, verwies Landrat Schuster. Der „Lange Tag der Region“ sei ein beeindruckender Tag, sagte er.

2025 wird der Lange Tag der Region im Oberbergischen Kreis stattfinden. Er wolle die Teilnehmerzahl aus diesem Jahr übertreffen, kündigte der Landrat des Kreises, Jochen Hagt, an.