Mainacht im Rhein-Sieg-Kreis Worauf beim Maibaumstellen zu achten ist

Rhein-Sieg-Kreis · Die bunt geschmückte Birke gilt als Liebesbeweis. In der Mainacht stellen Verliebte sie ihren Liebsten. Diese Vorschriften sollten eingehalten werden, damit der Maibaum sicher am Ziel ankommt.

Jeden Mai schmücken zahlreiche Maibäume die Häuser der Region.

Jeden Mai schmücken zahlreiche Maibäume die Häuser der Region.

Foto: Benjamin Westhoff

Es ist gute Mai-Tradition, dass vor allem junge Männer in der Nacht zum 1. Mai jungen Frauen als Zeichen der Zuneigung eine Birke vors Haus stellen, meistens geschmückt mit bunten Bändern und roten Holzherzen. Da dieses Jahr Schaltjahr ist, sind die Frauen an der Reihe, ihren Liebsten den geschmückten Baum zu schenken. Wer das in diesem Jahr vorhat, muss eine ganze Reihe von Vorschriften beachten. Die erste davon: Die Birke muss legal erworben sein. In den letzten Jahren war auch die Polizei verstärkt in der Nacht auf den 1. Mai unterwegs, unter anderem, um das zu kontrollieren.

Legaler Maibaumkauf

Birken in allen Größen gibt es beispielsweise beim Bundesforstbetrieb Rhein-Weser. Die Bäume stammen aus der Wahner Heide und werden am Sonntag, 30. April, ab 11 Uhr neben dem Kreisverkehr an der alten Kölner Straße in Troisdorf-Altenrath verkauft. Der Bundesforstbetrieb verkauft nach eigenen Angaben nur Bäume, die wegen ihres Standorts in den Anflugbereichen des Flughafens Köln/Bonn ohnehin gefällt werden müssten. Für jeden Kauf gibt es eine Quittung. Sie dient als Nachweis für den legalen Kauf des Maibaums. Einen Überblick, wo Maibäume in Bonn und der Region verkauft werden, gibt es in unserem Artikel.

Der Transport

Darum, wie der Maibaum zu dem Haus der oder des Geliebten transportiert wird, sollten sich diejenigen, die ihn stellen, auch frühzeitig Gedanken machen. So müssen die Bäume auf der Transportfläche an mindestens zwei Stellen mit Zurrgurten oder Ähnlichem gesichert sein. Kordeln, Stricke und Draht sind laut Polizei nicht erlaubt. Das beladene Fahrzeug darf höchstens vier Meter hoch oder 2,55 Meter breit sein. Grundsätzlich darf der Baum nicht vorne über das Fahrzeug hinausragen. Eine Ausnahme bilden indes Wagen, die höher als 2,5 Meter sind: Bei diesen darf der Baum bis zu 50 Zentimeter vorne überstehen. Sicht und Gehör des Fahrers dürfen dabei nicht beeinträchtigt werden, informiert der ADAC.

Hinter dem Wagen darf ein Maibaum bis zu drei Meter überstehen, solange eine Fahrtstrecke von 100 Kilometern nicht überschritten wird. Ab einer Überlänge von einem Meter ist der überstehende Teil mit einer 30 mal 30 Zentimeter großen, roten Fahne oder einem entsprechenden Schild zu kennzeichnen. Insgesamt darf das Fahrzeug samt Ladung laut ADAC nicht länger als 20,75 Meter sein.

Falls der Maibaum in der Dunkelheit transportiert wird, darf er die Lichter und Kennzeichen des Transportfahrzeugs nicht verdecken. Personen dürfen außerdem nicht auf Ladeflächen mitfahren. Gleiches gilt auch für Anhänger, es sei denn, es gibt eine entsprechende Zulassung. Je nach Fahrerlaubnis des Fahrers oder der Fahrerin, drohen andernfalls nicht nur Geldstrafen, sondern auch Punkte in Flensburg. Für Unfälle und Verletzte werde der Fahrer, die Fahrerin und unter Umständen auch der Fahrzeugeigentümer verantwortlich gemacht. Für gewöhnlich chtet die Polizei im Vorfeld, in der Mainacht selbst und im Anschluss auch verstärkt auf alkoholisierte oder unter sonstigen Drogeneinflüssen stehende Fahrerinnen und Fahrer.

Befestigung am Haus

Am Haus der oder des Geliebten angekommen, muss der Baum ordnungsgemäß befestigt werden. Die Straßelaterne ist dafür allerdings nicht geeignet. Dies birgt materielle Risiken, aber auch die Gefahr von Verletzung von Menschen, falls der Mast umkippt.

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