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Straßenbau in Sankt Augustin: Mehr Transparenz für Bürger bei Straßensanierungen

Straßenbau in Sankt Augustin : Mehr Transparenz für Bürger bei Straßensanierungen

Das neue Straßen- und Wegekonzept in Sankt Augustin zeigt auf, in welchen Straßen in den kommenden fünf Jahren gearbeitet wird. Und da steht viel auf der Agenda.

Wo, wann und wie Straßen im Stadtgebiet von Sankt Augustin saniert oder erneuert werden, regelt das sogenannte Straßen- und Wegekonzept, das die Stadt nun vorgestellt hat. Seit Anfang 2020 sind mit der Änderung des Kommunalabgabengesetzes Kommunen verpflichtet, die Sanierungen von Straßen technisch, rechtlich und wirtschaftlich zu betrachten und in einem Konzept zu verankern.

Diese Planung beinhalte dabei keine Vorentscheidung, teilt die Stadtverwaltung mit, sondern habe zum Ziel, „vorhabenbezogene Transparenz über geplante Straßenunterhaltungsmaßnahmen und Straßenausbaumaßnahmen herzustellen“. Heißt übersetzt: Anwohner sollen frühzeitig wissen, ob und welche Arbeiten und Ausbaubeiträge auf sie zukommen könnten.

Pläne sind auf der Internetseite der Stadt einsehbar

Das entsprechende Vorhaben soll auf der Internetseite der Stadt einsehbar gemacht werden, erklärte Rainer Gleß, Technischer Beigeordneter der Stadt Sankt Augustin, auf Nachfrage des Stadtrats und stellte klar: Es sei ein Fahrplan, jedoch „keine Vorentscheidung: Wenn der Ausbau oder Umbau einzelner Straßen erforderlich ist, erfordert das, dass die Einzelmaßnahmen im Ausschuss bekanntgemacht werden“.

Noch in diesem Jahr beginnen und im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll die Fahrbahnsanierung der Gartenstraße zwischen Wehrfeld- und Marienburgstraße. Die gesamte Pastor-Hochhard-Straße sowie die Adam-Riese-Straße zwischen Gutenbergstraße und dem Wendehammer sollen im Jahr 2021 folgen. Für das Jahr 2024 steht die Mittelstraße zwischen Meindorfer Straße und Ernst-Reuter-Straße auf der Agenda.

Eine lange Liste von Verbesserungen

Sofern Mittel und Personal für die Planung ausreichen, würde im Jahr 2025 die Fahrbahn der Einsteinstraße zwischen Siegburger Straße und Friedrich-Gauß-Straße auf nahezu der gesamten Länge sowie Teile der Brueghelstraße saniert werden. Bei den Unterhaltungsmaßnahmen der genannten Straßen würden die Grundstückseigentümer voraussichtlich nicht an der anteiligen Finanzierung beteiligt werden, so die Verwaltung in ihrer Konzeption.

Anders ist die Situation in der langen Liste jener Straßen, die eine „grundhafte Erneuerung oder Verbesserung“ erfahren und damit eine Beitragspflicht auslösen: Für die Gartenstraße zwischen Niederpleiser Straße und Marienburgstraße sowie die gesamte Bergstraße, Uhlandstraße und drei Stichwege der Adam-Riese-Straße stehen im kommenden Jahr Erneuerungen aller Teileinrichtungen an. Zudem soll die Geh- und Oberflächenentwässerung der Pastor-Hochhard-Straße auf gesamter Länge erneuert werden.

Dornierstraße könnte zur Fahrradstraße werden

Die eigentlich für das Jahr 2020 geplante Sanierung der Paul-Gerhard-Straße zwischen der Freien Buschstraße und der Hauptstraße steht nun für das Jahr 2022 auf der Agenda, ebenso für die Siegburger Straße zwischen Martin- und Johannesstraße und Teile der Menzelstraße.

Die Hangelarer Dornierstraße könnte 2022 zur Fahrradstraße umgebaut werden. Im Jahr 2023 soll die Bachstraße neue Längsstellplätze erhalten. Zudem soll die Erneuerung aller Teileinrichtungen in der Breslauerstraße und der Paul-Schulte-Straße erfolgen.

Für 2024 stehen im Konzept die Ernst-Reuter-Straße, die Kirchstraße zwischen Burg- und Friedrich-Hegel-Straße sowie die Udetstraße zwischen der Straßenbahn und der Immelmannstraße auf dem Plan.

Komplettsanierungen nur dort, wo der Kanal erneuert wird

Nach aktuellem Entwurf steht für Sankt Augustin-Ort im Jahr 2025 der große Straßenneubau mit der Hammstraße, Teilen der Pastalozzistraße, die Friedensstraße und die Ernst-Moritz-Arndstraße an. Noch offen ist, ob in der Eifelstraße im Jahr 2025 die Sanierung der Fahrbahn und Erneuerung der Straßenoberflächenentwässerung vorgenommen werden soll. „Im Moment habe ich im Fachbereich nicht das Personal, alles schnell abzuwickeln“, begründet der Technische Beigeordnete bereits vorgenommene und eventuell noch anstehende Umplanungen: „Ich habe derzeit keinen Bauleiter zur Verfügung. Daher mag es auch zu Verschiebungen kommen.“

Auf die Sanierung weiter warten müssen derweil die Anwohner der Straße Zum Siegblick der „kaputtesten Straße von Buisdorf“, wie Ortsvorsteher Bernhard Müller betont: Komplettsanierungen der Straßen fänden derzeit nur dort statt, wo auch der Kanal erneuert werden müsste, teilt die Stadt mit. Kanalerneuerungen seien in dieser Straße derzeit aber nicht notwendig.