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Infos zur Barrierefreiheit: Neuer Wegeplan für Rollstuhlfahrer in Sankt Augustin

Infos zur Barrierefreiheit : Neuer Wegeplan für Rollstuhlfahrer in Sankt Augustin

Die Stadt Sankt Augustin hat den Rollstuhlwegeplan neu aufgelegt. Er enthält Informationen zur Barrierefreiheit des Wegenetzes und der Sehenswürdigkeiten: Der Schwerpunkt liegt auf der Beschaffenheit, der Länge und der Steigung der Wege.

Allen Menschen eine Teilhabe zu ermöglichen – dieses Ziel hat sich die Stadt Sankt Augustin vor fünf Jahren mit dem „Kommunalen Aktionsplan Inklusion“ gesetzt. Nun hat die Verwaltung einen weiteren Mosaikstein auf dem Weg zu einer barrierefreien Stadt umgesetzt: den neuaufgelegten Rollstuhlwegeplan „Rund um Sankt Augustin – barrierefrei“. Der Erste Beigeordnete Rainer Gleß, Stefanie Otto aus dem Baudezernat und Sachbearbeiterin Rabea Hinzen stellten ihn gemeinsam vor.

Der Faltplan zeigt das Wegenetz und Sehenswürdigkeiten in der Stadt, gespickt mit Informationen zur Zugänglichkeit etwa für Menschen mit Behinderung oder Ältere. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschaffenheit, der Länge und der Steigung der Wege. Zudem informiert er über die Lage von barrierefreien Bus- und Bahnhaltestellen. „Wir haben in dem Plan auch Gefahrenkreuzungen drin, die nicht barrierefrei sind“, sagte Otto, die für die bauliche Umsetzung der Barrierefreiheit zuständig ist.

Dann könnten die Nutzer sehen, wo es Schwierigkeiten gebe, und ob sie diese meistern könnten. „Wir sind in einem Prozess“, sagte sie. Das beste Ergebnis gebe es, wenn alle zusammen daran arbeiteten. So seien auch weitere Dezernate eingebunden. „Und wir sind auf Input von außen angewiesen.“ Die Stadt nehme gerne weitere Anregungen entgegen.

60 Kilometer Wege weist der neue Plan aus – unter anderem durch das Grüne C und entlang des Skulpturenwegs. Und damit 14 mehr als die vorherige Auflage. Abgewandert ist die Wege bei Wind und Wetter ein Student der Geografie von der Universität Bonn, der zu der Zeit bei der Stadt Sankt Augustin war. Mitgewirkt hat zudem Rabea Hinzen, die im Tiefbauamt arbeitet und im Rollstuhl sitzt. Anstöße gab bei einer Begehung der Marktplatte auch der sehbehinderte Marc Petry. „Er hat uns dort auf Dinge aufmerksam gemacht, die wir so nicht wahrgenommen haben“, sagte Otto.

„Es ist nicht nur die Überarbeitung eines schnöden Stadtplans“, sagte Gleß. Dahinter stecke mit dem Aktionsplan ein ganzes Stakkato an Projekten, von denen einige bereits umgesetzt seien. Etwa die Umgestaltung von Rad- und Fußwegen, aber auch von kommunalen Gebäuden und Plätzen. „Wir stoßen da bei Bestandsgebäuden natürlich an unsere Grenzen“, so Gleß. Sie umzugestalten sei eine große Nummer, das werde Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. „Das Thema ist ein dauerhaftes, es wird uns permanent begleiten.“

Der Faltplan ist kostenlos im Foyer des Sankt Augustiner Rathauses sowie im Bürgerservice erhältlich. Zudem ist er im Internet unter www.sankt-augustin.de veröffentlicht.