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Friedhof in Hangelar: Neuer Zugang zur alten Trauerhalle

Friedhof in Hangelar : Neuer Zugang zur alten Trauerhalle

Der Bürgerverein Hangelar hat Spenden im Ort gesammelt, um eine neue Türanlage in die Trauerhalle einbauen zu können. Mehrere tausend Euro kamen zusammen.

Als Ruhestätte der Verstorbenen ist der Friedhof in Hangelar ein wichtiger Ort für die Lebenden, für Trauer und auch Begegnungen von Menschen, die das Schicksal eint, einen liebgewonnenen Menschen verloren zu haben. Dem Bürgerverein Hangelar war und ist es daher eine spürbare Herzenssache und auch ein erklärtes Vereinsziel, dem Friedhof Hangelar und besonders der Trauerhalle ein würdiges Erscheinungsbild zu geben. Laub- und Pflegearbeiten um das Ehrenmal und die Beete hat der Verein mit seinen ehrenamtlichen Mitgliedern rund um den Vorsitzenden Wilfried Schwab bereits durchgeführt. Vor wenigen Wochen hat der Verein dank Spenden aus dem gesamten Ort der alten Trauerhalle eine rund 8000 Euro teure Türanlage spendiert. Nun wurden symbolisch die Schlüssel für das Portal überreicht.

Der Vorgänger war „funktional“, sagte Gregoria Schwab, Beisitzerin im Vorstand des Bürgervereins, über die bisherige Tür zur Trauerhalle: „sie ging auf und zu.“ Diplomatische Worte, die ihr Mann Wilfried Schwab präzisierte: „Das war eine veraltete Konstruktion mit Fensterscheiben, unten waren Bretter vorgenagelt, weil der Wind so durchzog. Der erste Ansatz war, die Tür reparieren zu lassen. Aber unser Schreiner hatte beim Anblick dafür nur ein müdes Lächeln.“ Die Stadt, Eigentümerin der in den 1950er Jahren errichteten „Aussegnungshalle“, wie der funktionale, eingeschossige und kubische Ziegelsteinbau im Denkmalpflegeplan der Stadt als „erhaltenswürdiges“ Bauwerk benannt ist, ist derzeit im Haushaltssicherungskonzept. Schwab: „Es war schnell klar, dass Investitionen nicht möglich sind, nur Instandhaltungsmaßnahmen.“

Fensterform mit Bedacht ausgewählt

Während die Stadt auf Bitten des Bürgervereins im vergangenen Jahr begann, den Vorplatz, die Fenster und die Toiletten aufzuhübschen, rührte der Bürgervereinsvorsitzende, der zugleich auch Ortsvorsteher von Hangelar ist, die Spendentrommel. 1700 Euro an zweckgebundenen Spenden für die Aufwertung des Friedhofs hatte Schwab von seiner Amtsvorgängerin Christiane Heilen erhalten. Aus Erträgen und Mitgliedsbeiträgen steuerte der Bürgerverein eigene Mittel bei. Gut die Hälfte der benötigten 8000 Euro wurden direkt von Hangelarer Bürgern und Unternehmern gespendet.

„Wenn man eine gute Idee hat, finden sich in Hangelar auch Leute, die diese Idee unterstützen“, dankte der Bürgervereinsvorsitzende den Spendern bei der Schlüsselübergabe an Dieter Salzig, Fachdienstleiter der städtischen Immobilienverwaltung, und Rita Zweiböhmer, Betriebsleiterin des Bauhofs, in dessen Zuständigkeit die Unterhaltspflege des Friedhofs fällt. So unscheinbar die neue Türanlage vielleicht aussehe, so gut schmiege sie sich ins Gebäude ein, erklärte der Bürgevereinsvorsitzende Wilfried Schwab: „Die Form der Fenster in der Tür spiegelt die Form der hinteren Fenster der Trauerhalle. Das passt auch gut zur Trauerhalle, die auf den ersten Blick vielleicht etwas nüchtern aussieht, aber auf den zweiten Blick ihre Details in der Architektur offenbart und für uns Hangelarer ein wichtiger, erhaltenswerter Ort ist.“