Offene Tür im Stadtarchiv Sankt Augustin Besucher sind eingeladen zu einem Ausflug in die Vergangenheit

Sankt Augustin · Im Stadtarchiv Sankt Augustin und im Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung können Besucherinnen und Besucher am Freitag in die Vergangenheit eintauchen. Und das erwartet sie am Tag der offenen Tür.

Im katholischen Kindergarten in Hangelar schaukeln Kinder Anfang der 1950er Jahre.

Im katholischen Kindergarten in Hangelar schaukeln Kinder Anfang der 1950er Jahre.

Foto: Stadt Sankt Augustin

Für eine Reise in die Vergangenheit öffnen das Stadtarchiv Sankt Augustin und das Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung am Freitag ihre Türen. „Kindheit und Jugend“ sind der rote Faden durch die verschiedenen Angebote für Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür.

So gibt es es im Stadtarchiv drei Bildvorträge und Lesungen zu den Kinder- und Jugendwelten aus Sankt Augustin: Gudrun Makris und Jens Canzler berichten von 50 Jahren bewegtem Schulleben am Albert-Einstein-Gymnasium. Sebastian Kremer und Jörg Kourkoulos stellen die Entwicklung des Vereins Hotti vor, der 1995 mit dem Ziel gegründet wurde, neue Ansätze in der Jugendarbeit zu zeigen. Am weitesten in die Vergangenheit entführt Karl Stiefelhagen, der von Kindheits- und Jugenderinnerungen im Hangelar der 1950er und 1960er Jahre erzählt. Einmal pro Stunde führen außerdem die Stadtarchivare Michael Korn und Stefan Dünker durch das Archiv und zeigen viele Quellen zu Kindheit und Jugend in Sankt Augustin aus unterschiedlichen Phasen der Stadtgeschichte.

Sechs Info-Stände im Stadtarchiv

Daneben gibt es sechs Info-Stände, an denen Besucher etwas über die Geschichte und die aktuellen Angebote des Albert-Einstein-Gymnasiums, vom Arbeitskreis Stadtgeschichte, der Fotogruppe (mit Fotoausstellung zum Thema Kindheit und Jugend in Sankt Augustin), der Familienberatungsstelle, dem Verein Hotti und dem Kinder- und Jugendparlament erfahren. In einer Lese- und Erinnerungsecke werden sie dazu eingeladen, in die eigenen und in andere Kindheitserinnerungen einzutauchen. Weitere Angebote sind die Nutzung des Bildarchivs, Beratung zur Familienforschung und ein Bücherflohmarkt. Passend zum Schwerpunktthema gibt es erstmals spezielle Angebote für Kinder, die Wappen malen und historische Handschriften üben können.

Auch im benachbarten Archiv für christlich-demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung werden Führungen durch Archiv- und Magazinräume angeboten. Zu sehen sind dort unter anderem 19 Kilometer Akten. Schwerpunkte werden die Themen „Essen und Trinken“ und die Jugendpolitik sein. So schlägt das Archiv den Bogen von Lebensmittelkarten aus der Nachkriegszeit zu Dinnerkarten bei Festbanketts und Menükarten auf Parteitagen, wie beispielsweise dem zwölften Parteitag der CDU der DDR 1968. Aspekte der aktiven Jugendpolitik werden anhand ausgewählter Beispiele aus den Archivbeständen gezeigt. Ferner sind weitere Objekte und Werbemittel aus diesen Bereichen zu sehen. Aus aktuellem Anlass zeigen die Veranstalter außerdem Fundstücke aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus, dem demokratischen Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg, über die Gründungsphase der CDU hin zur Wiedervereinigung Deutschlands sowie dem europäischen Einigungsprozess. Da die Archive nicht nur aus Papierunterlagen, sondern auch aus Terabyte an Daten bestehen, dem digitalen Archiv, zeigen Mitarbeiter auch, wie historisch wertvolle Unterlagen digitalisiert werden.

Weitere Informationen und genaue Uhrzeiten gibt es auf www.sankt-augustin.de/stadtarchiv und www.kas.de/archiv – Programmflyer liegen in den Archiven und im Rathaus aus. Die Archive sind am Freitag, 1. März, von 11 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet.

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