Verfahren gegen Geldauflage eingestellt Sankt Augustinerin bricht Partner mit einem Tritt die Nase

Sankt Augustin/Siegburg · Erst drohte die 27-Jährige ihrem Partner mit einem Staubsaugerrohr, dann kam es zu der Gewalttat. So schilderten die Beteiligten vor dem Siegburger Amtsgericht den Vorfall.

 Der Fall von häuslicher Gewalt wurde in Siegburg verhandelt.

Der Fall von häuslicher Gewalt wurde in Siegburg verhandelt.

Foto: Ralf Klodt

Sie könne selbst nicht verstehen, weshalb sie so ausgerastet und ihren Lebensgefährten körperlich angegangen sei, gab eine 27-Jährige aus Sankt Augustin vor dem Siegburger Amtsgericht an. Laut Anklage soll sie im August 2023 ihren Partner und Vater einer gemeinsamen Tochter mit einem Staubsaugerrohr geschlagen und ihm dabei die Nase gebrochen haben. Der Mann musste operiert werden.

Das Opfer wollte die Wohnung verlassen

Die Polizei, die sie selbst verständig hatte, hatte sie am Tattag der Wohnung verwiesen und ihr ein zehntägiges Rückkehrverbot erteilt. Der Geschädigte erklärte, es sei zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung, dann zu körperlichen Übergriffen gekommen und die Situation sei eskaliert. Die Angeklagte habe ihn allerdings nicht mit dem Staubsaugerrohr geschlagen, sondern nur damit gedroht. Die Verletzung stamme von einem Tritt ins Gesicht, den er erhalten habe, als er sich in gebückter Haltung die Schuhe angezogen habe, weil er die Wohnung verlassen wollte. Beide erklärten, sich wieder zusammengerauft zu haben und dass der Streit beigelegt sei.

Die Angeklagte äußerte darüber hinaus, dass sie ihre Tat zutiefst bedaure. In Absprache mit der Vertreterin der Staatsanwaltschaft stellte Richter Hauke Rudat das Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Zahlung von 300 Euro an eine gemeinnützige Institution ein.

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