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Gewässer drohte umzukippen: Rettungsaktion für Fische im Pappelsee in Sankt Augustin

Gewässer drohte umzukippen : Rettungsaktion für Fische im Pappelsee in Sankt Augustin

Wegen der langen Hitzeperiode drohte der Pappelsee in Meindorf umzukippen. Retter in der Not für die Fische war die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin: Die Kameraden wälzten das Gewässer mit Pumpen um.

Einsatz am Pappelsee in Meindorf: Mit Pumpen hat die Freiwillige Feuerwehr Sankt Augustin am Mittwochnachmittag Sauerstoff in den Waldsee eingebracht, der aufgrund der langen Hitzeperiode umzukippen drohte. Wie Werner Kramer, Erster Vorsitzender des Angelsportvereins (ASV) Mondorf, berichtete, hatte der Verein festgestellt, dass die Fische bereits an der Wasseroberfläche schwammen. Hinzu kam eine zunehmende Algentrübung. „Das ist ein Zeichen, dass der Sauerstoffgehalt des Wassers mächtig nachgelassen hat“, sagte Kramer. Die anhaltende Hitze macht zurzeit Fischen in Bonn und der Region zu schaffen.

Deshalb bat der ASV, der das Gelände gepachtet hat, die Feuerwehr um Hilfe. Die rückte kurzfristig mit drei Pumpen an und setzte sie an zwei Stellen des Gewässers ein, um das Wasser großflächig umzuwälzen und so die Fische zu retten. 60 000 Liter Wasser wälze jede Pumpe laut Herbert Maur, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Sankt Augustin, in der Stunde um. Der See sei ein stilles Gewässer, eine Wasserzufuhr durch einen Bach gebe es nicht, ergänzte er. „Ich bin heilfroh“, sagte Kramer, der sich für die prompte und unbürokratische Hilfe der Wehr bedankte.

Das Gewässer wurde laut Kramer ausgekiest, als die Autobahn gebaut wurde. Normalerweise sei es 2,50 bis vier Meter tief, derzeit liege der Wasserstand etwa 80 Zentimeter tiefer als sonst. Der See wird regelmäßig mit Fischen besetzt, etwa mit Rotaugen, Karpfen, Hechte und Zanderzuchtpärchen.