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Rhein-Sieg-Kreis: So starten die Freibäder in die Saison

Freibäder im Rhein-Sieg-Kreis : So ist der Start der Freibadsaison im Rhein-Sieg-Kreis

Mit viel Sonne beginnt in diesen Tagen die Freibadsaison im Rhein-Sieg-Kreis. Die Vorbereitungen in den Bädern laufen auf Hochtouren oder sind schon abgeschlossen. Und das erwartet die Badegäste.

Die Freibad-Besucher in Sankt Augustin stehen derzeit noch vor verschlossenen Türen. Die Stadt plane, das Bad Pfingsten zu öffnen, sagt Eva Stocksiefen, Fachbereichsleiterin Kultur und Sport bei der Stadt. Derzeit laufen dafür die Vorbereitungsarbeiten. „Im Moment werden Testläufe für die Technik gefahren“, führt sie das näher aus, dann müsse das Wasser in die vier Becken eingelassen werden. Außerdem müssten in dem Bad, das aus den 1970er Jahren stammt, auch Fliesen erneuert werden.

Vollständig zurück zu den Vor-Corona-Zeiten geht es im Freibad an der Husarenstraße aber nicht: „Wir arbeiten weiterhin mit dem Ticketsystem“, so Stocksiefen. So könnten sie bei Bedarf auf pandemiebedingte Veränderungen reagieren. Wie im vergangenen Jahr gibt es zwei Zeitslots, für die die maximal tausend Besucherinnen und Besucher ihre Tickets lösen können. Eine Maskenpflicht gibt es in diesem Jahr nicht mehr, aber es könne gern weiterhin auf Abstand geachtet werden. Vier beheizte Becken und ein rund 40.000 Quadratmeter großes Gelände stehen für Besucherinnen und Besucher ab Pfingsten fürs Schwimmen und Sonnenbaden bereit.

Oktopus ist schon geöffnet

Wer die sommerlichen Temperaturen bereits in den letzten Maiwochen im Freibad genießen will, der kann das im Freizeitbad Oktopus in Siegburg tun. Am Montag beginnt hier die Freibadsaison. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, noch in der vergangenen Woche bekam das Bad, dessen Sportbecken erst 2019 erneuert wurde, den Feinschliff: Rasen und Hecken wurden geschnitten, Umkleidekabinen und Duschen wurden geputzt. Wasser wurde eingelassen. Christoph Weber, Meister für Bäderbetrieb und technischer Leiter des Oktopus, ist für die Wasserqualität verantwortlich und erläutert: „Seit 2015 arbeiten wir nicht mehr mit Chlorgas, wir sind naturverträglich unterwegs.“

Auch im Oktopus herrscht noch der Corona-Modu. Die Betreiber empfehlen den Badegästen beispielsweise immer noch, eine Maske zu tragen und in den Warteschlangen und im Foyer Abstand zu halten. Auch hier ist der Zugang zum Schwimmbad ausschließlich mit einem Online-Ticket möglich. Das können die Besucher über den Ticketshop oder die Social-Media-Kanäle des Freibades erwerben.

„Maximal dürfen zunächst 500 Gäste pro Tag Tickets erwerben. Zwei Aufsichten und ein Schichtleiter sind für deren Sicherheit verantwortlich“, weist Rita Gaines auf die Vorschriften aus dem Bädergutachten hin. Sie ist im Bad für Verwaltung und Marketing zuständig und freut sich auf den ersten Siegburger Tauch- und Erlebnistag am 4. und 5. Juni. „Hier werden Führungen hinter die Kulissen angeboten, zudem Schnuppertauchen und Mermaidschwimmen“, sagt sie. Auch die Gastronomie im Okotopus ist nnoch nicht wieder wie in den Jahren vor Corona: Das Bistro bleibt geschlossen, hier stehen derzeit ausschließlich Snackautomaten zur Verfügung.

Rettungsschwimmer am Rotter See

Eine weitere Möglichkeit für sommerliches Badevergnügen gibt es in Troisdorf: Der Rotter See zieht bei schönem Wetter viele Besucherinnen und Besucher an. Da es dort in denen vergangenen Jahren immer wieder schwere, sogar tödliche Badeunfälle gab, hat die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft in Kooperation mit der Stadt Troisdorf und der Wasserwacht des DRK einen Rettungswachdienst installiert. Dass das sinnvoll ist, bekräftigt Peter Kern, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr: „Nach meinen Recherchen sind von 2004 bis 2021 neun Menschen im Rotter See ertrunken.“

Der Rettungswachdienst ist nun an den Wochenenden im Einsatz. „An jedem Wochenende sowie an Feiertagen und Brückentagen wird der Badestrand von 10 bis 18 Uhr überwacht“, bestätigt Stephan Halm von der DLRG. Mindestens drei Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer des DLRG Bezirks Rhein-Sieg oder der Wasserwacht seien dann vor Ort. „Zudem versuchen wir, an besonders heißen Tagen innerhalb der Woche ebenfalls einen Rettungswachdienst für die Nachmittagsstunden bereit zu stellen“, so Halm.

Die Rettungsschwimmer bewachen eine mit weißen Bojen gekennzeichnete Badezone innerhalb des Gewässers. Nur dort können die Badegäste auf das wachsame Auge der Rettungsschwimmer hoffen, die alle mindestens das Lebensrettungsabzeichen in Silber haben. „Die bis zu sechs Meter Wassertiefe werden von ehrenamtlichen Rettungsschwimmern der unterschiedlichen Ortsgruppen bewacht“, darauf weist DLRG-Bezirksleiter Bruno Schöneberg hin. Einsatzleiter Daniel Heuser sagt: „Die Vereinbarung mit der Stadt ist tatsächlich eine Bereicherung für uns. Schließlich ist es unsere Aufgabe, präventiv oder reaktiv Menschen vor dem Ertrinkungstod zu retten.“ Ab dem Wochenende zeigt die rot-gelbe Flagge am Fahnenmast, dass die Rettungsschwimmer vor Ort sind.