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Sankt Augustin - Schulcampus kreigt Boulderfelsen nach Sanierung

Sanierung in Sankt Augustin : Schulcampus in Niederpleis bekommt einen Boulderfelsen

Der erste Bauabschnitt auf dem Schulcampus Niederpleis ist fertiggestellt, vier weitere folgen. Der Boulderfelsen stößt auch in der Verwaltung auf Begeisterung.

Ungewöhnlich, einzigartig, klasse, Optimum, Musterbeispiel: Die Beteiligten an der Neugestaltung der Außenanlagen des Schulcampus Niederpleis übertrafen sich bei einer digitalen Pressekonferenz gegenseitig im Lob. Die Bauarbeiten des ersten von insgesamt fünf Bauabschnitten ist nun abgeschlossen. Die etwa 5500 Quadratmeter große Fläche zwischen Schulgebäude, Mensa und Pleisbach wurde neu gestaltet. Am auffälligsten ist sicher ein Boulderfelsen, der nicht nur Schüler, sondern auch alle anderen Bürger zum Klettern einladen soll. „Ich habe es tatsächlich versucht, habe es aber nicht geschafft“, sagte der Technische Beigeordnete Rainer Gleß. Schuld daran, meinte er, sei jedoch eine Zerrung. Sonst hätte er den Felsen erklommen, versicherte er. Gleß bezeichnete den Felsen als „monumentalen Blickfang“ und bislang im Stadtgebiet einzigartig.

Außerdem entstanden eine überdachte Fahrradstation mit 100 Stellplätzen, ein Außenatelier für die Kunsträume sowie ein überdachter Pausenhallenbereich mit runden Sitzbänken für Klassen- und Schulfeste.

90 Prozent der Kosten durch Förderung finanziert

„Wir haben hier ein Potpourri all dessen, was zeitlos sein soll“, erklärte Gleß mit Blick auf Barrierefreiheit, Biodiversität und klimaangepasste Baumarten. Die Bauzeit von Juni bis Dezember des vergangenen Jahres sei coronabedingt um zwei Monate überschritten worden. „Das halte ich für verträglich.“ Die Baukosten für den ersten Bauabschnitt betragen etwa 813 000 Euro. 90 Prozent davon werden mit Fördermitteln des Bundes aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz finanziert.

Für Michael Arndt, Schulleiter des Albert-Einstein-Gymnasiums, war der Bauabschnitt ein „Musterbeispiel an Kooperation zwischen Verwaltung und Schulen, wie es seinesgleichen sucht“. Schüler aller Schulen, Lehrkräfte und Eltern seien von Anfang an miteinbezogen worden. Die Einschränkungen durch die Bauarbeiten habe man gerne in Kauf genommen, „weil das Ziel vor Augen lag“.

Zum zweiten Bauabschnitt rund um die Realschule gehören ein Kletternetz sowie die barrierefreie Erschließung der Aula und der gesamten Außenanlage. Die Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten sollen im ersten Drittel 2022 stattfinden, damit zu Beginn der Sommerferien 2022 angefangen werden kann zu bauen. Auch diese Maßnahme soll zu 90 Prozent vom Bund gefördert werden.