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Erneut Feuerwehreinsatz bei Chemiegroßhändler: Tank mit Essigsäure leck geschlagen

Erneut Feuerwehreinsatz bei Chemiegroßhändler : Tank mit Essigsäure leck geschlagen

Ein unmittelbares Nachspiel hatte der Brand am Dienstagmittag bei dem Chemiegroßhändler Azelis in Buisdorf. Um kurz vor Mitternacht musste ABC-Alarm ausgelöst und viele der erst kurz zuvor abgerückten Wehrleute wieder zurück nach Buisdorf beordert werden.

Grund war ein 1000-Liter-Fass, gefüllt mit Essigsäure, das in der Lagerhalle gestanden hatte, und das undicht geworden war, erklärte Sascha Lienesch, Sprecher der Sankt Augustiner Feuerwehr.

Wie es genau dazu kommen konnte, dass das Fass leckschlug, ist allerdings noch unklar, so Lienesch weiter. Klar ist aber wohl, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Brand und der Leckage gibt, sagte Polizeisprecher Burkhard Rick auf Anfrage. Essigsäure ist laut Feuerwehr nicht nur ätzend, sondern auch leicht entzündlich. Rund 80 Wehrleute zog die Einsatzleitung daraufhin an der Straße Zum Siegblick zusammen.

Nach Aussage des Feuerwehrsprechers waren am späten Dienstagabend noch einige Wehrleute der Löschgruppe Buisdorf mit der Brandwache in der Lagerhalle beschäftigt gewesen, als ein Firmenmitarbeiter das undichte Fass entdeckt und Alarm geschlagen hatte. Es sei aber nur sehr wenig von der Essigsäure ausgetreten, erklärte Sascha Lienesch.

Das bestätigte auch Polizeisprecher Rick, der von einer "minimalen Menge" sprach. Doch wegen der Gefährlichkeit des Stoffes habe man laut Lienesch sofort gehandelt und ABC-Alarm ausgelöst. In der Folge gelang es dann Wehrleuten, die mit Sicherheitsanzügen ausgerüstet waren, das Fass abzudichten. Gegen 1 Uhr in der Nacht konnte die Feuerwehr dann wieder abrücken. Wie Rick weiter erklärte, ermittelt nun die Kripo wegen des Brandes, was routinemäßig üblich ist in solchen Fällen. Wegen des undichten Essigsäurefasses werde wohl aller Voraussicht nach auch das Amt für Arbeitsschutz eingeschaltet, so Rick.