Hilfstransport für die Ukraine „Dieser Konvoi war der bedrückendste für uns“

Sankt Augustin · Vor mehr als zwei Jahren hat der Verein „Sankt Augustin and friends hilft“ mit einem ersten Konvoi gesammelte Spenden in die Ukraine gebracht. Gerade ist ein Team von seinem 34. Hilfstransport zurückgekehrt. Der Vereinsvorsitzende erzählt von seinen Eindrücken.

Das ukrainische Dorf Bogorodichyne ist durch den Krieg zerstört worden.

Das ukrainische Dorf Bogorodichyne ist durch den Krieg zerstört worden.

Foto: Sankt Augustin and friends hilft

Totenstille herrscht in Bogorodichyne, einem ukrainischen Dorf, in dem einst 900 Menschen lebten. Nur das Bellen von ein paar Hunden ist zu hören, die trotz des Krieges, der seit mehr als zwei Jahren in der Ukraine wütet, das Dorf nicht verlassen haben. Von dem ist nur noch eine Trümmerlandschaft übrig geblieben. „Bogorodichyne wurde komplett zerstört. Das Grauen wird greifbar, wenn man dort plötzlich menschliche Knochen entdeckt“, berichtet Gunther Maassen. Der Sankt Augustiner hat schon viel gesehen. Seit dem Kriegsausbruch in der Ukraine organisiert er zusammen mit seinen Mitstreitern im 2022 gegründeten Verein „Sankt Augustin and friends hilft“ unermüdlich Hilfstransporte in die Ukraine. „An den Anblick von zerstörten Häusern habe ich mich ja bereits gewöhnt“, sagt er. Die Eindrücke vom 34. Hilfstransport, von dem er kürzlich mit seinem Team gesund zurückgekehrt ist, hallen allerdings nach.