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A3 bei Siegburg gesperrt: Lkw verliert Sattelauflieger

Fahrbahn über Stunden blockiert : Lkw verliert auf A3 bei Siegburg den Sattelauflieger

Am Dienstagabend hat auf der A3 bei Siegburg ein Lkw seinen Sattelauflieger verloren. Für die Zeit der Bergung musste die Polizei über mehrere Stunden alle Spuren in Fahrtrichtung Frankfurt sperren.

Volle drei Stunden lang war die Autobahn 3 in Fahrtrichtung Frankfurt in der Nacht auf Mittwoch blockiert. Grund war ein Sattelauflieger, der kurz nach 22 Uhr im Baustellenbereich in Höhe des Rasthofs Siegburg von der Sattelplatte seiner Zugmaschine gerutscht war. Er kam so unglücklich schräg auf beiden Fahrspuren der Autobahn und der Ausfahrt des Rasthofes auf seinen eingefahrenen Stützen zum Stehen, dass sämtliche Spuren versperrt waren. Andere Fahrzeuge wurden zum Glück nicht involviert. Der entstandene Stau reichte über 2,5 Kilometer bis zur Anschlußstelle Lohmar zurück, wo der Verkehr abgeleitet werden konnte.

Um dem aus Köln anrückenden Bergeteam ein Durchkommen zur Unfallstelle zur ermöglichen, mußten die auf dem Streckenabschnitt angestauten LKW über den Rasthof geleitet und im Zeitlupentempo durch eine schmale Lücke zwischen dem Hindernis und einer Baustellenabsperrung hindurchgelotst werden. Ein LKW-Abschlepper hob den mit 28 Tonnen Kartoffeln beladenen Sattelauflieger schließlich an, um dessen Stützen ausfahren zu können. Gegen 1 Uhr wurde er dann zurück auf den Rasthof rangiert, um die Fahrspuren zu räumen.

 Die Fahrbahn war über mehrere Stunden gesperrt.
Die Fahrbahn war über mehrere Stunden gesperrt. Foto: Christof Schmoll

Auf dem Rasthof war der aus Ungarn stammende LKW gegen 22 Uhr nämlich auch losgefahren. Von seinem Stellplatz bis zum Unfallort war er keine 100 Meter weit gekommen. Als Unfallursache wird von einer nicht ordnungsgemäß verriegelten Sattelkupplung ausgegangen. Es besteht der Verdacht, dass jemand während der Standzeit auf dem Rasthof unbefugt die Entriegelung betätigt hatte. Wenn der Auflieger erst später bei schneller Fahrt abgesprungen wäre, hätte sich ein ungleich schwererer Unfall ereignen können.