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Neue Elektroautos: Ambulante Pflege in Siegburg wird umweltfreundlicher

Neue Elektroautos : Ambulante Pflege in Siegburg wird umweltfreundlicher

Die Pflegestation Siegburg erhält vier neue Elektroautos. Dank eigener Aufladestationen und einer Solaranlage auf dem Dach sind die vier Wagen klimaneutral.

Mit knapp 120 Fahrzeugen fahren die rund 200 Mitarbeiter der ambulanten Pflege des Caritasverbandes Rhein-Sieg im Jahr mehr als 1,2 Millionen Kilometer. Nun wurde der Fuhrpark in der Pflegestation Siegburg im Rahmen des „Flottenaustauschs 2020“ um vier Elektroautos erweitert, die eine deutlich geringere Menge CO2 ausstoßen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Außerdem konnten Mitarbeitende 22 neue Benziner in Empfang nehmen.

Bevor die Autos den Hof an der Wilhelmstraße verließen, segnete Kreisdechant Hans-Josef Lahr die Autos und ihre Fahrer. Möglich macht das umweltfreundliche Fahren die Ausstattung des Parkplatzes Wilhelmstraße mit sechs Wallboxen zum schnellen Aufladen der Autos. „Die Reichweite beträgt aufgeladen rund 220 Kilometer“, berichtete Michael Breuer vom Autohaus Fleischhauer, bei dem die Autos geleast werden.

Bereits seit Januar erprobte der Verband den Einsatz elektrischer Fahrzeuge mit zwei von der Caritas Dienstleistungs- und Einkaufsgenossenschaft Paderborn gemieteten e-Smarts, die auch weitere drei Jahre für die Verwaltung und die Pflegestation unterwegs sein werden. Diese Fahrzeuge wurden bislang an öffentlichen Stationen aufgeladen. „Mit den Wallboxen sowie der Errichtung einer Solaranlage auf dem Dach der Siegburger Pflegestation, die beide mit Unterstützung der Rhenag realisiert wurden, ist der CO2-Fußabdruck der vier Wagen in Summe neutral“, erklärte Dörte Staudt vom Caritasverband.

Die Umstellung auf e-Mobilität machte auch die Förderung aus dem Landesprogramm NRW „progres.nrw – Emissionsarme Elektromobilität“ möglich, das die Einrichtung der Ladesäulen mit 9000 Euro sowie mit 3200 Euro pro Fahrzeug zum Leasingvertrag bezuschusste. „Alle neun Caritas-Standorte im Rhein-Sieg-Kreis sollen nach und nach mit Ladesäulen und Fahrzeugen ausgestattet werden“, kündigte Verwaltungsleiterin Petra Grau an. Allerdings sei nicht geplant, die komplette Fahrzeugflotte gegen e-Fahrzeuge auszutauschen, sondern nur etwa die Hälfte.