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Bilder und Skulpturen an verschiedenen Orten: Auseinandersetzung mit der Heimat

Bilder und Skulpturen an verschiedenen Orten : Auseinandersetzung mit der Heimat

An gleich drei verschiedenen Orten in der Stadt stellt Viktor Nono seine Arbeiten mit dem Bezug zum Oberbegriff "Heimat" aus. Anlässlich der 950-Jahr-Feier Siegburgs haben sich die Galerie am Rosenhügel, das Stadtmuseum und die Buchhandlung R² zusammengeschlossen, um mit den Werken des promovierten Philosophen, Malers und Bildhauers Nono die Auseinandersetzung mit der eigenen Heimat anzuregen und die Verbundenheit mit ihr zu unterstreichen.

Die einzelnen Ausstellungen sind mit "Villa Bella I bis III" betitelt. In der Übersetzung bedeute das nicht nur "schöne Stadt", sondern auch "schönes Haus" beziehungsweise "Zuhause", also die originäre "Heimat" der Menschen, erklärte der stellvertretende Bürgermeister, Thomas Salcedas, der die Gäste bei der Vernissage Am Rosenhügel begrüßte.

Museumsleiterin Gundula Caspary setzte sich in ihrer Einführungsrede zur Ausstellung ebenfalls mit der Definition des Begriffs "Heimat" auseinander. "Oft verbindet man mit dem Ort, an dem man geboren und aufgewachsen ist, mit einem Ort, der die eigene Identität und Sprache, den Charakter und die Mentalität entscheidend geprägt hat und dem man sich in guter Erinnerung, oft in Kindheitserinnerungen, emotional verbunden fühlt, den Begriff Heimat", so Caspary.

Viktor Nono "untersucht den Wunsch und die Möglichkeiten, zu den Ursprüngen zurückzukehren", heißt es im Katalog. Deutlich wird das etwa an einer Bilderserie unter dem Titel "Gemüse aus dem Garten meiner Oma" oder in Arbeiten, die einen Pflug zeigen, ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät, das längst von modernen Maschinen abgelöst worden ist.

Zu den Absichten Nonos sagte Gundula Caspary: "Auch hierin scheint ein romantisches Ideal auf, das davon ausgeht, dass der Ursprung besser sei als die heutige Gegenwart, zugleich aber auch ein philosophischer Appell, zu dem Einfachen, Ursprünglichen im Leben zurückzukehren."

Die Bilder und Skulpturen sind stark reduziert auf das Wesentliche, zeigen beispielsweise einfach gemalte, fast nur angedeutete, Gebäude auf einem flachen Feld ohne irgendeine Landschaft, die sie umgibt. Sie muten leer und einsam an, assoziieren beim Betrachter aber gerade deshalb einen Ort von Ruhe und Frieden, "bescheiden aber einladend warm, ein Ort, den man sich als Heimat wünscht", wie es die Museumsleiterin ausdrückte.

Viktor Nono, "Heimat - Villa Bella I", Galerie am Rosenhügel, bis Freitag, 29. August.
"Heimat - Villa Bella II", Foyer im Stadtmuseum Siegburg, Dienstag, 22. Juli, bis Sonntag, 24. August.
"Heimat - Villa Bella III", Buchhandlung R², Holzgasse, Donnerstag, 31. Juli, ab 19 Uhr.