„Eine kleine Kulturrevolution“ Erstmals eine Frau an Spitze der Chorgemeinschaft Germania

Siegburg · In 132 Jahren hatte die Siegburger Chorgemeinschaft Germania, die einst als Männergesangverein gegründet wurde, 16 Vorsitzende, allesamt Männer. Mit Angela Recino hat nun die erste Frau das Amt übernommen. Das sind ihre Pläne.

Die Germania-Vorstzende Angela Recino (3.v.l.) singt in der Swingphonie im Alt.

Die Germania-Vorstzende Angela Recino (3.v.l.) singt in der Swingphonie im Alt.

Foto: Nadine Quadt

Ihr Mittwochabend gehört seit nunmehr sieben Jahren der Swingphonie. So lange singt Angela Recino schon im Alt des gemischten Chors der Siegburger Chorgemeinschaft Germania. Es sind die Energie und die dynamische Kraft, die sich beim Gesang im Chor entfalten, die sie bis heute faszinieren. „Man kommt fertig von der Arbeit zur Probe und geht danach beschwingt nach Hause“, sagt die 57-Jährige. Das Singen ist aber nicht das Einzige, das sie eng mit der Chorgemeinschaft verbindet. Seit 2019 war sie neben Hans-Josef Bargon stellvertretende Vorsitzende. Hat gemeinsam mit ihm Männerchor und Swingphonie durch die Corona-Pandemie getragen. Jetzt ist die Sankt Augustinerin noch einen Schritt weiter gegangen: Im März wählten die Chormitglieder sie zur ersten Vorsitzenden – damit ist sie in der 132 Jahre währenden Geschichte der Germania die erste Frau an der Spitze.