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Corona-Ausbruch in Siegburg nach Gottesdienst

Hotspot Kirchengemeinde : Siegburg meldet größeren Corona-Ausbruch nach Gottesdienst

Das Kreisgesundheitsamt meldet ein „größeres Ausbruchsgeschehen in Siegburg“. Dem Gesundheitsdezernenten zufolge besteht zwischen dem Ausbruch in der Evangeliumschristen Gemeinde und dem übrigen Infektionsgeschehen in Siegburg „ein Zusammenhang“.

Das Kreisgesundheitsamt meldet ein „größeres Ausbruchsgeschehen in Siegburg“. Wie Kreissprecherin Rita Lorenz mitteilte, hat sich in den vergangenen Tagen die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Stadt Siegburg auf derzeit 24 Fälle erhöht. Das klingt zwar auf den ersten Blick nicht hoch, allerdings mussten rund 350 Menschen als Kontaktperson 1 in Quarantäne geschickt werden, weil einige Infektionsgeschehen in Einrichtungen wie Kindertagesstätten und Schulen zu verzeichnen sind.

Der Kreissprecherin zufolge ist der Anstieg der Fallzahlen insbesondere auf infizierte Personen aus einem Ausbruchsgeschehen in der Evangeliumschristen Gemeinde Siegburg zurückzuführen. Hotspot des Geschehens war nach derzeitigem Erkenntnisstand ein Gottesdienst. In der Gemeinde, die für den GA bislang nicht erreichbar war, wurden seit vergangenem Samstag sieben Personen positiv auf SARS-CoV2 getestet. Zeitgleich häufen sich in Siegburger Schulen und Kindertagesstätten unvermittelt weitere Ausbrüche.

Laut Lorenz verteilen sich die Fälle außerhalb der Gemeinde auf fünf Schulen sowie eine Kindertagesstätte, eine Pflegebetreuungseinrichtung, einen Verein und eine gewerbliche Einrichtung. Welche konkreten Einrichtungen das sind, sagt der Kreis mit Blick auf den Datenschutz nicht. „Wir gehen davon nach jetzigem Informationsstand davon aus, dass zwischen dem Ausbruch in der Evangeliumschristen Gemeinde und dem übrigen Infektionsgeschehen in Siegburg ein Zusammenhang besteht“, so Dieter Schmitz, Gesundheitsdezernent des Rhein-Sieg-Kreises.

Das Kreisgesundheitsamt stehe in engem Kontakt zu der Einrichtung, sagt Schmitz. Derzeit erhalten die Kontaktpersonen, die sich bisher noch nicht haben testen lassen, kurzfristig die Möglichkeit, sich im neu errichteten Abstrichzentrum des Rhein-Sieg-Kreises am Kreishaus abstreichen zu lassen. „Es ist dringend erforderlich, dass sich alle Kontaktpersonen einer Testung unterziehen. Nur so können wir die Kontaktpersonenermittlung durchführen und das Ausbruchsgeschehen in den Griff bekommen“, so Schmitz weiter.