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Tote Tiere in der Sieg: Das Wetter setzt den Fischen zu

Tote Tiere in der Sieg : Das Wetter setzt den Fischen zu

Die Hitze der vergangenen Woche hat auch den Fischen in der Sieg zugesetzt. "Wir haben allein am Dienstag am Wehr Unkelmühle einen Zentner tote Fische herausgeholt", bestätigte Wilhelm Kreutzmann, Geschäftsführer der Siegfischereigenossenschaft, am Donnerstag auf Nachfrage die Beobachtung von GA-Lesern.

Bereits am Dienstag hätten Angler ein Fischsterben zwischen den Windecker Ortsteilen Herchen und Stromberg gemeldet. Die Fischereigenossenschaft habe die Bezirksregierung Köln eingeschaltet.

Die geht davon aus, dass die Fische wetterbedingt gestorben sind. "Die Sieg hatte einen sehr niedrigen Wasserstand und Wassertemperaturen um die 30 Grad", sagt Wilhelm Kreutzmann. Wegen des zu heißen und in der Folge sauerstoffarmen Wassers seien zahlreiche Siegfische wohl am Wochenende verendet. Erst mit der Flutwasserwelle, die das Unwetter am Sonntag der Sieg beschert hatte, seien sie dann bis zum Wehr Unkelmühle geschwemmt worden.

Inzwischen führt die Sieg etwas mehr Wasser, die Temperaturen sind laut Kreutzmann aber mit 22 Grad nach wie vor zu hoch für die im Fluss heimischen Barben, Forellen, Nasen, Hechte, Welse und Rotaugen. Nachdem Mitarbeiter der Bezirksregierung eine natürliche Ursache für das Fischsterben attestiert haben, hat die Fischereigenossenschaft die Kadaver mit Eimern aus der Sieg geholt. "Ich rechne damit, dass es einige Zentner sind", so Kreutzmann. Er kann sich nicht erinnern, dass die Wassertemperaturen in jüngster Vergangenheit schon einmal so hoch gestiegen sind.

Mitarbeiter der Bezirksregierung patrouillieren nun regelmäßig entlang der Sieg. "Wir haben das Landesumweltamt über den Vorfall informiert", sagte Sprecher Moritz Moerter. Sollte es weitere tote Fische geben, müssten Proben genommen werden.