Arbeiten unterhalb der Abtei Ein Niederwald für den Michaelsberg

Siegburg · Die Stadt Siegburg beginnt mit der Aufforstung am Osthang des Michaelsberges und investiert zwei Millionen Euro. 1500 Eichen und 300 Hainbuchen werden gesetzt.

Der Anblick ist noch ungewohnt: Am Osthang des Michaelsberges ist die Sicht auf die Abtei und ihre Wehrmauer frei. Das Ergebnis der Durchforstungs- und Fällarbeiten oberhalb der Seufzerallee im Winter. Jetzt hat die Stadt mit der Aufforstung begonnen: Setzlinge von rund 1500 Eichen und 300 Hainbuchen kommen in die Erde und sollen zwischen den verbliebenen großen alten Bäumen zu einem Niederwald heranwachsen, so Stadtsprecher Jan Gerull.

So sieht es das 2013 unter Mitwirkung von Bürgern erarbeitete „Integrierte Entwicklungskonzept Michaelsberg“ vor. Das soll das Siegburger Wahrzeichen bekanntlich schöner und vor allem sicherer machen. Fast sieben Millionen Euro stehen dafür bis 2020 im städtischen Haushalt bereit.

Allein für den Osthang sind zwei Millionen Euro eingeplant. Wie berichtet, hatten die Arbeiten dort im vergangenen Oktober begonnen. Oberhalb der seit fünf Jahren aus Sicherheitsgründen gesperrten Seufzerallee waren Bäume, überwiegend selbst gesetzte Pioniergewächse wie Ahorn, gefällt und Unterholz entfernt worden, um den Hang zwischen den Abteimauern und der Seufzerallee für die Pflanzung des Niederwaldes vorzubereiten.

Anfang November mussten die Arbeiten indes unterbrochen werden, um zunächst Ausweichquartiere für Fledermäuse und Eulen zu schaffen. Im Januar setzte die Stadt die Fällungen fort. Einige alte Kastanien, Eschen oder auch Buchen stehen noch. Als Schutz für den neu wachsenden Niederwald.

Arbeiten an Seufzerallee

Gearbeitet wird auch an der Seufzerallee, die auf einer Länge von 210 Metern die Bergstraße mit dem südöstlichen Hang unterhalb des Johannistürmchens verbindet. Künftig soll der über die Jahre zugewachsene Weg wieder auf 1,80 Meter verbreitert werden und analog zum Weg am Fuße des Michaelsberges eine wassergebundene Decke erhalten. Ähnlich wie früher soll er an der unteren Seite von neu zu pflanzenden Esskastanien gesäumt sein. Und da die bisherige Verbindung zur parallel verlaufenden Birkenallee aus Sicherheitsgründen gesperrt ist und bleiben soll, baut die Stadt derzeit eine neue Treppenanlage. In ihrer Gestalt soll sie der Treppe neben dem Spielplatz gleichen.

Wenn das Katholisch-Soziale Institut (KSI) am ersten Maiwochenende seine Eröffnung feiert, sollen die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen sein, teilte die Stadt Siegburg auf Anfrage mit. Gleiches gelte auch für den oberen Teil der Bergstraße, die derzeit saniert wird. „Der Abschnitt zwischen der Einfahrt KSI und der Baustraße soll bis Ende April fertiggestellt sein“, sagt die Technische Beigeordnete Barbara Guckelsberger. Unterdessen laufen die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt zwischen Baustraße und Mühlenstraße. Dort würden derzeit Kanalhausanschlüsse erneuert. Der gesamte Ausbau soll Ende Juli abgeschlossen sein.

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