Englisch lernen leicht gemacht

SIEGBURG · Schüler-Workshop mit dem Flying Fish Theatre am Siegburger Gymnasium Alleestraße. Das Lampenfieber soll schuld sein. Zwar kam der Workshop des Flying Fish Theatres richtig gut an - aber fotografieren lassen beim Rollenspiel wollten sich die Schüler des Siegburger Gymnasiums Alleestraße dann doch lieber nicht.

 Action im Waschsalon: Diese Szene aus dem derzeitigen Programm des Flying Fish Theatre zeigt zwei der Darsteller. REPRO: GA

Action im Waschsalon: Diese Szene aus dem derzeitigen Programm des Flying Fish Theatre zeigt zwei der Darsteller. REPRO: GA

Drei der britischen Darsteller des Programms hatten für einen ganzen Schultag die Regie in der 8a übernommen - und das auch noch auf Englisch. Dennoch machten die Jugendlichen begeistert mit und zeigten sich von ihrer kreativen Seite. Die Urteile der Schüler fielen anschließend vielfältig aus: Von "ungewohnt" über "lustig" bis "cool" war alles dabei. "Ich fand es toll zu hören, wie echte Engländer sprechen", sagte beispielsweise Sarah. "Es hört sich im Umgang teilweise völlig anders an, als wir es im Unterricht lernen. Ich habe nicht immer alles verstanden, aber eigentlich mehr, als ich gedacht hätte."

Die Vorgeschichte zum Besuch des Flying Fish Theatres: Alexandra Baensch, Klassenleiterin der 8a, hatte die Theatergruppe eingeladen, "mal 'was anderes zu machen als Vokabeltests oder Grammatik abfragen". Schon bei anderer Gelegenheit hatte sie schauspielerische Talente in der Klasse entdeckt. Als sie dann auf das Flying Fish Theatre aufmerksam wurde, bemühte sie sich um einen Termin.

Spezialität der im Jahr 2001 gegründeten Truppe aus Krefeld ist es, Schüler spielerisch an die englische Sprache heranzuführen - sei es durch Workshops oder Aufführungen. Das Angebot ist sehr gefragt, zumal es an die jeweilige Zielgruppe und ihr Sprachniveau angepasst wird; thematisch stehen alltägliche Situationen eines Teenager-Lebens im Mittelpunkt.

In der Praxis läuft der Workshop so ab, dass in einer ersten Aufwärmphase die Schüler ihre Stimme erproben: "Wir mussten summen und andere Geräusche machen", berichtete Tim. Bei den anschließenden Übungen in Zweiergruppen wurde dann wechselseitig versucht, den "Partner", der passiv bleiben musste, in Position und Gestik zu verändern, bis er beispielsweise eine Ballerina darstellte. Zuletzt durften sich alle in Kleingruppen einen Sketch ausdenken, den sie der Klasse vorspielten - in Englisch.

Die Profi-Schauspieler, allesamt "native speakers", revanchierten sich mit einem kurzen Ausschnitt aus ihrem derzeitigen Programm und einer Urkunde für jeden Schüler. "Ein gelungenes Experiment", sagte Lehrerin Alexandra Baensch. Denn das englische Trio hatte schnell einen Draht zu den Jugendlichen. Oder, wie Luise fand: "They did a very good job!" (Sie haben einen wirklich guten Job gemacht, Anm. d. Red.).

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