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Michaelsberg in Siegburg: Erste Etappe beginnt mit Baumfällarbeiten

Michaelsberg in Siegburg : Erste Etappe beginnt mit Baumfällarbeiten

Das Großprojekt auf dem Siegburger Michaelsberg beginnt am Dienstag, 7. Januar, mit Baumfällarbeiten. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Weil aus der alten Benediktinerabtei ein Tagungszentrum des bislang in Bad Honnef beheimateten Katholisch-Sozialen Instituts werden soll, wird eine Straße zum Kleiberg gebaut, die den Baufahrzeugen den Weg auf den Berg erleichtern soll.

Weil diese Straße Platz braucht, werden ab morgen oberhalb der Hundewiese 53 Bäume gefällt. Für alle Bäume, die weichen müssten, würden neue gepflanzt, betonte die Verwaltung.

Bei milder Witterung könne die neue Straße, die nach Ende der Bauarbeiten auf dem Michaelsberg wieder zurückgebaut werden soll, bereits im März fertig sein, heißt es seitens der Stadt. Um die Baustraße hatte es vorab Ärger gegeben, weshalb die Stadt nochmals betonte, dass sie zwingend notwendig sei, "da Mühlen- und Bergstraße den erwarteten Schwerlastverkehr zur Baustelle unmöglich verkraften können".

Von März bis Mai sollen dann Leitungen im Boden verlegt werden. Anschließend wird die Baustelle für das 40-Millionen-Projekt, das 2016 fertig werden soll, eingerichtet.

Was die Sanierung des Michaelsberges selbst betrifft, will die Siegburger FDP die von der Stadt geplanten Maßnahmen schneller als geplant vornehmen und dazu ein Sponsoren- und Spendenkonzept entwickeln lassen. Einen entsprechenden Antrag brachte die Ratsfraktion für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 13. März ein, wie sie am Sonntag mitteilte.

[kein Linktext vorhanden]Während der Umbau der alten Abtei vom Erzbistum bezahlt wird, muss für die Sanierung des Berges selbst die Stadt als Besitzerin sorgen. Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich auf 6,8 Millionen Euro. Die Stadt plant, die nötigen Maßnahmen auf zehn Jahre zu verteilen. Die FDP hingegen schlägt nun vor, mittels Spenden und Sponsoring das nötige Geld einzunehmen.

"Was in Dresden mit der Frauenkirche im großen Stil möglich war, muss im Kleinen auch in Siegburg möglich sein", sagte Fraktionsvorsitzender Jürgen Peter. Dort seien 115 Millionen der 180 Millionen Euro Baukosten über Spenden und Sponsorenleistungen zusammengekommen. Die in sechs Teilbereichen dargestellten Planungen für den Michaelsberg eignen sich nach Sicht der FDP "hervorragend für ein Sponsorenkonzept".