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ADFC Bonn/Rhein-Sieg: Fahrradspende an Frauenhäuser

ADFC Bonn/Rhein-Sieg : Fahrradspende an Frauenhäuser

Waren es im vergangenen Jahr noch Kindergärten, die von der Fahrzeugspende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Bonn/Rhein-Sieg profitierten, so dürfen sich nun die Frauenhäuser der Region freuen. Zehn Damenräder und sieben Kinderfahrzeuge schaffte der ADFC aus eigenen Mitteln an. Nun übergaben Vertreter des Clubs vor dem Kreishaus in Siegburg die Räder an die Frauenhäuser in Sankt Augustin, Troisdorf/Much und Königswinter.

"Die Frauen, die derzeit in diesen Institutionen untergebracht sind, müssen Besorgungen machen, haben viel zu erledigen und meist kein Geld für Bus und Bahn", erklärt Anke Pabst, Vorstandsmitglied des ADFC Bonn/Rhein-Sieg und Initiatorin der Aktion. Und die Räder kommen bei den Frauen gut an. "Es ist für uns eine totale Bereicherung", sagt Marion Klußmann vom autonomen Frauenhaus Troisdorf/Much. "Die Mobilität zu erhöhen ist enorm wichtig", bestätigt auch Felicitas Probst vom Frauenhaus des Rhein-Sieg-Kreises in Sankt Augustin.

20 Mütter und Kinder finden in Troisdorf Platz, in Sankt Augustin sind es 21. Das Haus Heisterbach in Königswinter ist ein Wohnprojekt für Mütter und Kinder in Not. "Bei uns sind in der Regel längere Aufenthalte geplant", so Birgit Kellers vom Haus Heisterbach. Nach Sankt Augustin und Troisdorf gehen jeweils zwei Damenräder sowie ein Kinderfahrzeug. Königswinter erhält aus den Spenden des ADFC ein Damen- und ein Kinderrad. Die restlichen Räder gehen an Frauenhäuser in Bonn.

"Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Räder auch für ungeübte Frauen geeignet sind", sagt Pabst. Die Frauen seien alle neu in der Gegend und könnten nun mit den Rädern ihr Umfeld erkunden, freut sich Michiko Park vom Frauenhaus Troisdorf/Much.

Was jetzt in den Frauenhäusern noch fehlt, ist soziales Engagement für Frauen, die dort wieder ausziehen wollen. "Wir brauchen Helfer für den Umzug und für die Renovierung der neuen Wohnung", sagt Klußmann. Außerdem sammelt der Rhein-Sieg-Kreis Spenden. "Damit ermöglichen wir den Müttern und Kindern Ausflüge und zeigen, was sie mit ihren Kindern unternehmen können", sagt Bettina Lübbert, Abteilungsleiterin des Kreissozialamtes.