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Gifte von verendeten Tieren nachgewiesen: Gesundheitsgefahr: Stadt Siegburg sperrt Trerichsweiher ab

Gifte von verendeten Tieren nachgewiesen : Gesundheitsgefahr: Stadt Siegburg sperrt Trerichsweiher ab

Bei Kontrollen des Trerichsweihers hat die Stadt Siegburg Leichengifte von verendeten Tieren im Wasser festgestellt. Analysen sollen nun zeigen, wie gefährlich das ist.

Die Stadt Siegburg hat den Trerichsweiher im Stadtteil Brückberg mit Gittern und Flatterbändern abgesperrt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist im Zuge von Kontrollen festgestellt worden, dass das Wasser Leichengifte von verendeten Tieren enthält. Wie gefährlich dies ist, müsse nun durch Analysen geklärt werden. Dabei ist das auch Amt für Natur- und Umweltschutz des Rhein-Sieg-Kreises involviert, das Proben entnehmen wird. Laut der Siegburger Verwaltung kann nicht ausgeschlossen werden, „dass Risiken bestehen, wenn Kinder mit dem Nass in Berührung kommen oder Hunde aus dem Weiher trinken“.

Wie mehrfach berichtet, fehlt dem Gewässer immer wieder Sauerstoff. Anfang Juni entdeckten Spaziergänger tote Fische im Weiher. Eine provisorische Lüftung sollte den See seither mit ausreichend Sauerstoff versorgen. Dennoch mussten Mitte Juli Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und DLRG zum Trerichsweiher ausrücken, da das Ökosystem zu kollabieren drohte. Die Werte waren weit abgesunken. Nur über eine Notwasserleitung von der Agger zum See konnte lebensnotwendiges Frischwasser eingeleitet und über zusätzliche Pumpen umgewälzt werden. Laut Stadt war die Lage noch nie so ernst.

Gemeinsam mit Unterer Wasserbehörde und Unterer Naturschutzbehörde sucht die Stadt nun nach einer langfristigen Lösung für die ehemalige Tongrube aus dem 16. Jahrhundert, die rund vier Hektar groß und drei Meter tief ist.