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Karnevals-Schlägerei in Kaldauen: Gruppe prügelt Polizisten bewusstlos

Karnevals-Schlägerei in Kaldauen : Gruppe prügelt Polizisten bewusstlos

An Karneval ist in Siegburg erst ein 22-Jähriger und später ein Polizeibeamter von mehreren Tätern verprügelt worden. Die Polizei konnte die Tat bisher nicht vollständig aufklären und sucht nun Zeugen.

Wie sie berichtet, war es in der Nacht auf Rosenmontag, 16. Februar, nach einer Party in Kaldauen zunächst zu einer Schlägerei vor dem Heinz-Böttner-Haus an der Münchshecke gekommen.

Zwei Unbekannte schlugen auf den 22-Jährigen aus Sankt Augustin ein. Ein 25-jähriger Polizist der Wache Siegburg, der privat vor Ort war, ging dazwischen, gab sich als Beamter zu erkennen und konnte den Streit zunächst schlichten. Der verletzte 22-Jährige musste ins Krankenhaus gebracht werden. Als der Beamte daraufhin die Personalien der Schläger feststellen wollte, flüchteten sie in Richtung der Hauptstraße. Der Polizist folgte den Tätern einige Meter weit, wurde dann aber unvermittelt von ihnen und weiteren Personen, die sich plötzlich dazu gesellten, bedroht.

Obwohl der Beamte erneut mitteilte, dass er Polizist sei, schlugen und traten nun sechs bis acht Personen auf ihn ein. Nach Zeugenangaben benutzte einer der Täter dabei einen Gegenstand, bei dem es sich vermutlich um einen Schlagring handelt, so die Polizei. Danach flüchteten die Täter. Der Polizeibeamte war kurzzeitig bewusstlos. Er erlitt unter anderem Kopfverletzungen und wurde im Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Er sei seitdem noch nicht wieder dienstfähig, heißt es im Bericht.

Es gibt laut Polizei keine ausreichenden Täterbeschreibungen. Die Kripo ermittelt wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und hat bereits mehrere Verdächtige überprüft. Es werden jedoch dringend weitere Zeugen gesucht. Zur Tatzeit sollen sich 30 bis 40 Personen in unmittelbarer Nähe vor dem Bürgerhaus aufgehalten haben. Wer die Taten beobachtet hat und Hinweise zur Identität einzelner Beteiligter geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 02241/ 5413121 bei der Polizei zu melden.