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24 Stunden lang schwimmen in Sankt Augustin: Ins Wasser für den guten Zweck

24 Stunden lang schwimmen in Sankt Augustin : Ins Wasser für den guten Zweck

Bei dem 24-Stunden-Schwimmen der DLRG konnten die Teilnehmer 2777,53 Euro sammeln. Insgesamt haben sie 1111,01 Kilometer zurückgelegt. Das Geld bekommt ein Kinderhospiz und eine Förderschule.

Die Nachricht, dass das städtische Freibad bis auf Weiteres geschlossen bleibt, traf die Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Sankt Augustin, wie ein Schlag: "Wir hatten gerade für 500 Euro Verpflegung eingekauft, als wir von der schlechten Nachricht überrascht wurden", erinnerte sich Britta Bucher zurück. Die Vorbereitungen des Vereins auf das 24-Stunden-Schwimmen waren indes in vollem Gange. Da hätten sich die Rettungsschwimmer erst einmal fragen müssen "Was machen wir jetzt?", so die Mitorganisatorin.

Doch Hilfe ließ glücklicherweise nicht lange auf sich warten - denn kurzfristig stellte die Stadt der DLRG mit dem Mendener Hallenbad eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung, so dass die Veranstaltung stattfinden konnte. Mehr als 100 Menschen hatten sich bereits im Vorfeld angemeldet, um innerhalb von 24 Stunden in einem oder mehreren Schwimmgängen so viele Bahnen wie möglich zu ziehen und dafür von der städtischen Energieversorgungsgesellschaft belohnt zu werden. Die hatte angekündigt, am Ende für jeden absolvierten Kilometer 2,50 Euro an das Kinderhospiz Balthasar und die Gutenbergschule zu spenden.

Aufgrund der Verlegung in die beengte Lokalität seien jedoch einige Schwimmer abgesprungen, erklärte Bucher: "Ein paar meinten '25 Meter Bahnenlänge sind uns zu blöd - wir wollen 50', andere haben gesagt 'Das Hallenbad ist uns zu muffig'".

Doch das, wie auch die Tatsache, dass vieles aufgrund der Umstände improvisiert werden musste, tat weder Andrang noch Stimmung einen Abbruch: Schon eine Stunde nach dem Startschuss wimmelte es auf den vier Bahnen des kleinen Schwimmbads an der Siegstraße vor Schwimmern jedes Alters.

Die mit wasserfestem Filzstift auf Arm und Rücken markierten Startnummern verrieten, dass viele der angekündigten Teilnehmer bereits frühzeitig gekommen waren. Einige hatten sogar Zelte mitgebracht, in denen sie es sich auf der Außenwiese bequem machten, um bis zum folgenden Mittag mehrere Schwimmgänge absolvieren zu können.

Gelegenheit zum Entspannen bot später außerdem ein kurzfristig in den Räumen der Schulmensa organisiertes Public Viewing der Fußball-WM-Spiele. "Beim Bahnenzählen bin ich selbst schon ganz schön ins Schwitzen gekommen", erzählte Tara Flink aus dem DLRG-Helferteam nach dem ersten Ansturm am Samstagnachmittag. Und der setzte sich bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntagmittag fort.

1111,01 geschwommene Kilometer standen trotz aller Widrigkeiten schließlich zu Buche, und somit eine Spendensumme für den guten Zweck in Höhe von 2777,53 Euro.