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Karneval im Rhein-Sieg-Kreis: Veranstaltungen während Corona

Jecke und Corona : Karnevalisten in der Region starten Veranstaltungsplanung

Die Karnevalisten im Rhein-Sieg-Kreis wollen eine möglichst normale Session feiern und stehen in den Startlöchern. Die genauen Entscheidungen zu Sitzungen, Partys und Zügen sollen in den nächsten Wochen fallen.

Die Karnevalisten im Rhein-Sieg-Kreis stehen in den Startlöchern. Nach dem Treffen von Vertretern der NRW-Landesregierung und Protagonisten der rheinischen und westfälischen Karnevalshochburgen, haben die Jecken deutlich mehr Planungssicherheit für die kommende Session 2021/22. Denn die Funktionäre des Frohsinns haben die Zusage mitgebracht, dass Karnevalssitzungen, Bälle und Partys ohne zahlenmäßige Beschränkung möglich sein werden.

Voraussetzung: Die Teilnehmer sind geimpft, genesen oder können einen negative PCR-Test vorweisen. Für Freiluftveranstaltungen wie Marktplatzpartys und Karnevalsumzüge reicht ein negativer Antigen-Schnelltest.

Sitzungskarneval mit den 3G

Das Ganze entspricht der aktuellen Einschätzung der Lage. Eine Nachsteuerung könnte nötig werden, wenn die Zahl der Erkrankten in die Höhe schießen würde. Die Aussicht, wieder unbeschwert Karneval feiern zu können, freut denn auch die Jecken an Rhein, Sieg und Swist. „Wir wollen auf jeden Fall in die Session starten“, sagt Jörg Sola Schröder, Präsident des Siegburger Karnevalskomitees.

Die Kreisstädter hatten eigentlich damit gerechnet, dass im Herbst in der Bevölkerung eine allgemeine Impfquote von 80 Prozent erreicht sein werde. „Ich hoffe aber, dass sich bis zur Prinzenproklamation in viereinhalb Monaten noch viele impfen lassen“, sagt der oberste Siegburger Karnevalist. Er selbst hielte einen negativen Schnelltest für die Saalveranstaltungen für ausreichend, man werde sich aber an die offiziellen Vorgaben halten, wenngleich er den vorgeschriebenen PCR-Test skeptisch sieht. „Ich möchte niemanden zwingen, sich impfen zu lassen“, so Sola Schröder. Er wollte mit seinen Karnevalskollegen auch auf jeden Fall am 7. November auf dem Siegburger Markt die Karnevalseröffnung zelebrieren, nun gelte es zu klären, wie das gehen könne.

Bislang noch keine Entscheidungen

Viele Karnevalsgesellschaften hatten bislang noch keine Zeit, konkrete Schritte einzuleiten. „Es gibt noch keine Entscheidung, wir begrüßen aber, dass Saalkarneval überhaupt möglich wird“, sagt Alfred Eich vom Festausschuss Rheinbacher Karneval. Jetzt stünden alle in den Starlöchern, um Verträge mit Künstlern abzuschließen. Die würden aber sicher sehr flexibel formuliert, sodass im Notfall auch noch storniert werden könne. Auch der Festausschuss Meckenheimer Karneval konnte noch nicht mit seinen Mitgliedsvereinen sprechen.

Generell ist ein Aufatmen bei den Jecken in der Region festzustellen, endlich aus der Corona-Eiszeit herauszufinden. Denn eine ausgefallene Session wie im vergangenen Jahr kann sich niemand richtig vorstellen.

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