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Humperdinck-Jahr in Siegburg: Klingende Stele hält Erinnerung an Humperdinck wach

Humperdinck-Jahr in Siegburg : Klingende Stele hält Erinnerung an Humperdinck wach

Engelbert Humperdinck starb am 27. September 1921. Seinen Todestag nahmen die Siegburger Humperdinck-Freunde zum Anlass ihm zu Ehren in seiner Heimatstadt eine Stele zu installieren. Sie erinnert am Spielplatz Michaelsberg an den Komponisten.

„Ist das das Hexenhaus?“, wollte der kleine Henry (3) von seiner Mutter wissen, als er sich am Montag die neu errichtete Stele am Michaelsberg-Spielplatz anschaute. Mit Mutter und kleiner Schwester betrachte er die Bilder und spitzte die Ohren, als er über einen QR-Code auch noch das Humperdinck-Lied „Brüderchen, komm tanz mit mir“ zu hören bekam. Henry war damit so etwas wie ein „Premieren-Besucher“. Die klingende Stele informiert über den in Siegburg geborenen Komponisten Engelbert Humperdinck (1854-1921). 

Sie ist ein Geschenk der Humperdinck-Freunde Siegburg zum Humperdinck-Festjahr und wurde punktgenau am 100. Todestag aufgestellt. Finanziell unterstützt und ideell gefördert wurde das Projekt von der Siegburger Kunstfreundin und Sponsorin Irene Pigulla. „Mir ist es wichtig, dass wir unseren Kindern vermitteln, dass Humperdinck ein Siegburger war“, sagt sie. Zur Eröffnung der Stele kam auch Irmi Wette, die Urenkelin von Humperdincks Schwester Adelheid Wette. Die Stele ist ein Teil der Jugendprojekte der Humperdinck-Freunde Der Verein feiert im nächsten Jahr sein 25-jähriges Bestehen und plant weitere Projekte mit Schulen und Kindergärten.

Die Bank mit Stele steht am Fuße der Treppe zum Michaelsberg gegenüber der „Hänsel und Gretel“-Bronzeskultur. Eltern und Kinder können sich über Humperdinck, den „Mut-Macher“ informieren. Er habe „seine Träume in die Tat umgesetzt“, heißt es im Info-Text. Und wer tanzen möchte, darf dies zu „Brüderchen, komm tanz mit mir“, oder einem der vier anderen hinterlegten Lieder: „Ein Männlein steht im Walde“, „Suse, liebe Suse“, „Rallalala“ und der „Abendsegen“, eingesungen von der „Kölner Opernkiste“ unter Leitung von Hans Peter Herkenhöhner.