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CDU im Rhein-Sieg-Kreis Kreisparteitag bestätigt Winkelmeier-Becker im Amt

RHEIN-SIEG-KREIS · Die Siegburger Bundestagsabgeordnete bleibt CDU-Vorsitzende. Sie wurde wiedergewählt bei einem Kreisparteitag, der im Zeichen der Landtags- und der Bundestagswahlen 2017 stand.

 Alte und neue Vorsitzende: Elisabeth Winkelmeier-Becker (rechts) beim Parteitag mit Gastredner Hermann Gröhe. FOTO: MARTINA WELT

Alte und neue Vorsitzende: Elisabeth Winkelmeier-Becker (rechts) beim Parteitag mit Gastredner Hermann Gröhe. FOTO: MARTINA WELT

Foto: Foto: Martina Welt

Elisabeth Winkelmeier-Becker bleibt Kreisvorsitzende der CDU Rhein-Sieg. Die Siegburger Bundestagsabgeordnete, die auch bei der Wahl 2017 wieder für das Parlament kandidiert, wurde am Samstag in Niederkassel beim Kreisparteitag bei 190 Ja- und 20 Nein-Stimmen im Amt bestätigt. Die Versammlung stand im Zeichen der Landtags- und Bundestagswahlen.

Zu Gast war Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe, der in seiner Rede insbesondere der rot-grünen Landesregierung ein schlechtes Zeugnis ausstellte. So verwies er darauf, dass es in den Bundesländern, wo die Union regiere oder mitregiere, den Menschen besser gehe. „Das ist kein Zufall“, so Gröhe. „Deutschland ist die Lokomotive in Europa, aber NRW das Schlusslicht in Deutschland und das hat mit Politik zu tun.“ Bei Themen wie Wirtschaftswachstum, innerer Sicherheit und Bildung schneide NRW schlecht ab. Auch die Infrastruktur habe in NRW schlechte Noten bekommen, weil die Landesregierung nicht vorsorglich plane. Als positiv hob Gröhe jedoch die Pläne rund um die neue Autobahnbrücke über den Rhein nördlich von Niederkassel hervor.

Die alte und neue Kreisvorsitzende Winkelmeier-Becker griff bei ihrer Rede das Thema Populismus auf, auch im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl in den USA. „Es sind die Menschen, die spüren, dass sie nicht mitgenommen werden“ – das war ihre Erklärung für die Unzufriedenheit, die zum Sieg von Donald Trump oder zum Votum für den Brexit in Großbritannien haben. Dieses Phänomen gebe es auch in Deutschland. Dabei verstehe sie die CDU und ihre Mitglieder keineswegs als Teil einer abgehobenen Elite, so Winkelmeier-Becker. „Wir kommen aus der Mitte der Gesellschaft.“ Jeder der CDU-Kandidaten wisse, was ein Sack Kartoffeln oder ein Paket Windeln koste.

Um auch die Regionen im ländlichen Raum mitzunehmen, sei die Infrastruktur wichtig. Breitbandausbau und Verkehr waren dazu ihre Stichworte. „Es gibt gute Aussichten, dass eine weitere Rheinquerung nördlich von Niederkassel kommt“, freute auch sie sich über die Höherstufung der Brücke im Bundesverkehrswegeplan. Wenn man heute von Niederkassel nach Wesseling fahren wolle, sei man schnell mal 30 Kilometer und eine Stunde unterwegs. Auch für die Südtangente machte sich die Kreisvorsitzende stark. „Neue Planungen sehen vor, dass die Straße weitgehend unterirdisch verlaufen soll“, erklärte sie. Ein klares Nein gab es von ihr für den zweigleisigen Ausbau der Siegtalstrecke. „Dabei geht es ausschließlich um Güterverkehr und zwar so viel, dass sich der Ausbau auch lohnt.“

In den Kreisvorstand der CDU wurden neben Winkelmeier-Becker Katharina Gebauer (Troisdorf), Andrea Milz (Königswinter), Martin Schenkelberg (Hennef) und Frederic Tewes (Wachtberg) als ihre Stellvertreter gewählt. Schatzmeister ist Björn Franken und Schriftführer Ingo Hellwig. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Bernd O. Großmann (neuer Pressesprecher), Oliver Baron (Wahlkampfbeauftragter), Mauricia Siegler von Eberswald (Mitgliederbeauftragte) sowie die Beisitzer Gabriele Kretschmer, Miriam Schumacher, Notburga Kunert, Michael Burgemeister, Frank Zähren, Dano Himmelrath, Rainer Friedrich, Frank Uhland, André Anders und Norbert Lehna.

Ein Höhepunkt des Parteitags war die Verleihung der Adenauer-Medaille an Hans Thelen (81) aus Wachtberg. Er bekam die Auszeichnung wegen seiner außerordentlichen ehrenamtlichen Verdienste außerhalb der Parteiarbeit.