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Reaktion auf Automatensprengung: Kreissparkasse Köln legt zwei Geldautomaten in Siegburg still

Reaktion auf Automatensprengung : Kreissparkasse Köln legt zwei Geldautomaten in Siegburg still

Die Kreissparkasse Köln nimmt zwei ihrer Geldautomaten im Siegburger Stadtteil Brückberg vom Netz. Damit reagiert die Bank auf die steigende Zahl der Automatensprengungen.

Aufgrund steigender Angriffe auf Geldautomaten nimmt die Kreisparkasse (KSK) Köln ab diesem Donnerstag auch Geldautomaten auf dem Brückberg in Siegburg an der Luisenstraße 110 -112 vom Netz. Das teilte die KSK am Mittwoch mit. Dabei handelt sich um zwei von insgesamt sieben Geldautomaten im Geschäftsbereich der KSK Köln, bei denen kein Bargeld mehr gezogen werden kann. Damit folgt die KSK einer Empfehlung des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (LKA), das davon ausgeht, dass sich die Anzahl der Angriffe und Sprengungen auf Geldautomaten künftig weiter erhöhen wird.

Gerade bei Geldautomaten außerhalb von Filialen und mit angrenzender Wohnbebauung sieht das LKA ein erhöhtes Risiko für die Bürger und hat Banken und Sparkassen vor diesem Hintergrund dringende Handlungsempfehlungen für den Betrieb von Geldautomaten mit auf den Weg gegeben. Insbesondere rät es, Geldautomaten an derartigen Standorten nicht weiter zu betreiben.

Bank prüft neue Standorte

Die KSK hat daraufhin eine Prüfung der Standorte ihrer 338 Geldautomaten eingeleitet. Wo in der Nähe für die vom Netz genommenen Automaten neue Standorte möglich sind, will die KSK nun prüfen. „Die Gesundheit der Anwohner und Nutzer liegt uns am Herzen. Die Sicherheit hat hier oberste Priorität“, sagte KSK-Vorstandsmitglied Klaus Tiedeken. Die betroffenen Automaten werden mit einem entsprechenden Hinweis versehen, aus dem auch ersichtlich ist, wo sich die jeweils nächstgelegenen Geldautomaten der KSK befinden.

Der VR-Bank Rhein-Sieg sind die LKA-Empfehlungen bekannt. „Auf der Suche nach neuen Standorten werden die auch berücksichtigt“, sagte Sprecherin Andrea Schrahe auf GA-Anfrage. Die VR-Bank habe aber so gut wie keine Automaten an der Außenhülle. „Deshalb sehen wir keinen Anlass, jetzt aktiv zu werden“, so Schrahe.

Vorfall in Siegburg-Brückberg

Erst Anfang Juni fanden Polizisten im Zuge einer Fahndung mit Festnahme eines 27-Jährigen auf dem Brückberg zwei Gasflaschen, Schläuche, zwei Brechstangen, Handschuhe, eine Tasche und weitere Utensilien, die darauf schließen ließen, dass es sich bei dem Mann und einem geflüchteten Komplizen um mutmaßliche Automatensprenger handelte. Die beiden sollen unterwegs zu einem Geldautomaten gewesen sein.

Ebenfalls Anfang Juni haben unbekannte Täter in Lohmar versucht, einen Geldautomaten der Postbank aus der Wand zu ziehen. Zuvor waren sie mit einem gestohlenen Kleinlaster gegen die Wand gefahren. Als die Täter bemerkten, dass sie von Zeugen beobachtet wurden, ergriffen sie die Flucht. Im ersten Halbjahr 2020 schlugen Panzerknacker 106 Mal zu, teilte das LKA mit. In 62 Fällen scheiterten die Angriffe allerdings.