Love-Scamming Siegburgerin verliert 41.000 Euro durch Liebesbetrug im Internet

Siegburg · Durch Liebesbetrug im Internet hat eine Frau aus Siegburg 41.000 Euro verloren. Der Kontakt hatte sich bei der 47-Jährigen als Militärarzt ausgegeben und eine Liebesbeziehung vorgetäuscht.

 Durch Liebesbetrug hat eine Frau aus Siegburg viel Geld im Internet verloren.

Durch Liebesbetrug hat eine Frau aus Siegburg viel Geld im Internet verloren.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Meist beginnt der Betrug mit der Liebe bei einem kurzen Chat oder mit einer netten E-Mail. Die Rede ist vom sogenannten Love- oder Romance-Scamming. Die Betrüger suchen auf Partnerbörsen im Internet und in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook nach ihren Opfern.

Opfer eines solchen Betrugs ist nun eine 47-jährige Frau aus Siegburg geworden. Sie hat 41.000 Euro an die Täter bezahlt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Betrug begann demnach Ende letzten Jahres auf einer großen Social-Media-Plattform. Gemeldet hatte sich dort jemand, der sich als amerikanischer Militärarzt in Syrien ausgab. Der Unbekannte gab sich als Witwer aus. Er würde für die UNO als Kinderarzt arbeiten, sagte er. Über private Nachrichten und per Telefon gelang es dem Täter, eine Liebesbeziehung zu der 47-Jährigen vorzutäuschen. In den nächsten Monaten überwies die Frau Geld auf verschiedene ausländische Bankkonten, um dem angeblichen Arzt die Reise aus dem Krisengebiet nach Deutschland zu ermöglichen. Das Opfer nahm dazu sogar Bankkredite auf.

Um die Forderungen seriös wirken zu lassen, bekam sie mutmaßlich gefälschte Dokumente der UNO zugesandt, so die Polizei. Als sie dann noch weitere 20.000 Euro für Eheschließungsdokumente überweisen sollte, geriet die Frau in finanzielle Not und bat einen Familienangehörigen um das Geld. Dieser witterte den Betrug und die 47-Jährige erstattete Anzeige bei der Polizei.

Scam-Frauen geben sich laut Polizei bevorzugt als Krankenschwestern, Ärztinnen, Mitarbeiterinnen im Waisenhaus oder als Lehrerinnen, Schauspielerinnen sowie als Geschäftsfrauen jeder Art aus. Scam-Männer geben sich demnach als Ingenieure, Architekten, Soziologen, Konstrukteure in der Ölindustrie, als Tierärzte, Computerspezialisten und U.S.-Soldaten aus. Die Täterinnen und Täter auf den Bildern in Netzwerken und auf Dating-Seiten seien äußerst attraktiv, die Bilder aber meist von anderen Profilen gestohlen oder einzig für das Scamming fotografiert worden. Die Polizei rät, besonders dann misstrauisch zu sein, wenn man Kontakte im Internet nicht persönlich kennengelernt hat. Auf Geldüberweisungen und ähnliche Forderungen sollte nicht eingegangen werden.

(ga)
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