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Mann aus Sankt Augustin gesteht Wohnungseinbrüche

Geld und Schmuck gestohlen : Mann aus Sankt Augustin gesteht Wohnungseinbrüche

Ein 57-jähriger Mann aus Sankt Augustin ist im November 2020 in zwei Wohnungen eingebrochen und hat dort Geld und Schmuck gestohlen. Nun musste er sich vor dem Amtsgericht Siegburg verantworten. Er gestand die Taten.

Das Amtsgericht Siegburg hat am Dienstag einen 57-jährigen Mann zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt – wegen Wohnungseinbruchsdiebstahl in zwei Fällen. Zuvor hatte der Sankt Augustiner gestanden, Ende November 2020 zwei Wohnungseinbrüche in Troisdorf begangen zu haben.

An zwei Tagen hintereinander hatte er jeweils mit Steinen die Fensterscheiben in Wohnzimmer und Schlafzimmer von Erdgeschosswohnungen eingeschlagen. Am 28. November 2020 gelang er so in eine Sieglarer Wohnung, in der er 300 Euro Bargeld und Schmuck in Wert von 600 Euro entwendete. Einen Tag später brach er in die Wohnung einer älteren Frau in Friedrich-Wilhelms-Hütte ein und stahl aus dem Nachtisch 300 Euro, aus einem Sparschwein 200 Euro sowie Schmuck im Wert von 4500 Euro. Mittels einer DNA-Probe konnte der Angeklagte identifiziert werden, da er sich bei dem Einbruch verletzt hatte.

Kriminelle Karriere begann mit 15 Jahren

Der einschlägig Vorbestrafte, der noch bis Mai 2023 eine Haftstrafe absitzen muss, hat insgesamt 32 Eintragungen. Seine kriminelle Karriere startete er mit 15 Jahren mit einer Nötigung, danach beging der Mann ohne Berufsausbildung überwiegend Einbruchdiebstähle. Zwischendurch hatte er als Schreiner und Gärtner gearbeitet. Während seiner jüngsten Taten war er coronabedingt arbeitslos. Derzeit macht er in der Justizvollzugsanstalt Rheinbach eine Weiterbildung als Garten- und Landschaftsbauer.

Es waren immer Lebenskrisen, die den Drogensüchtigen nach erfolgreichen Therapien rückfällig werden ließen, hieß es vor Gericht. „Der Angeklagte hat keine Handlungsmechanismen im Leben für sich gefunden, sich diesen Herausforderungen zu stellen“, sagte Richter Ulrich Wilbrand. Der Vater eines erwachsenen Sohnes war nur in den Jahren 2007 bis 2017 straffrei. Dann ließ die Krebserkrankung seiner Lebensgefährtin ihn wieder zu Heroin greifen, was erneut zu Beschaffungskriminalität führte.