Kommentar zur Flüchtlingsorganisation in Siegburg Mit viel Herzblut

Siegburg · Chapeau - nicht nur Siegburgs Bürgermeister zieht seinen Hut. Ohne ehrenamtliches Engagement wäre das, was die Kommunen in den vergangenen Wochen geleistet haben, nicht möglich gewesen.

Ohne all jene, die teilweise schon seit Monaten ihre freie Zeit Menschen widmen, die viel Leid erfahren haben. Ohne die unermüdlichen Spendensammler. Ohne die Mitarbeiter aus dem Rathaus, die selbst nach ihrem Dienst noch ein offenes Ohr für die Sorgen der in Siegburg lebenden Flüchtlinge haben. Sie allesamt sind mit sehr viel Herzblut dabei. Das ist allerorten zu sehen und zu spüren. Dafür gebührt ihnen Dank.

Darin ist sich auch die Siegburger Politik über alle Parteigrenzen hinweg einig. Gleichwohl bleibt die Frage, wie soll es weitergehen, wenn deutlich mehr Menschen in Siegburg und anderen Kommunen eine Unterkunft brauchen. Wenn der Wohnraum immer knapper wird. Wenn die Kommunen in ihrer Not weitere Sporthallen umfunktionieren müssen. Wenn die Kosten für Feldbetten, Container, Caterer und Ähnliches weiter steigen.

Und wenn parallel dazu unklar ist, wie hoch die Zuwendungen durch Bund und Land sein werden, wenn sie in den Kommunen ankommen. Allein über das Ehrenamt ist das nicht zu stemmen. Daher ist es gut, dass die Siegburger Politik Einigkeit zeigt. Dass sie ein Zeichen setzt und dafür eintritt, dass es endlich Gewissheit in der Finanzierungsfrage gibt.