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Siegburger Schulen: Neue Idee für die Sporthalle an der Alleestraße

Siegburger Schulen : Neue Idee für die Sporthalle an der Alleestraße

Trotz gestiegener Bau und Sanierungskosten hält die Politik an den bisherigen Plänen für das Siegburger Schulzentrum Neuenhof fest. Für die Turnhalle des Gymnasiums Alleestraße gibt es eine neue Idee.

Dass das Siegburger Schulzentrum Neuenhof erweitert und saniert werden muss, ist ebenso unstrittig wie der Bau einer neuen Turnhalle für das Gymnasium Alleestraße. Und auch, wenn die Kosten für beide Projekte in Millionenhöhe angestiegen sind, hat im jüngsten Bau- und Sanierungsausschuss auch die Politik erkannt, dass alle möglichen Einsparungen nur zu Lasten der Qualität und Funktionalität gehen würden. Deswegen haben die Fraktionen die von den jeweiligen Planern vorgeschlagenen Einsparpotentiale lediglich zur Kenntnis genommen, wie Stephan Marks, zu dem Zeitpunkt noch Leiter des Planungs- und Bauaufsichtsamts, nach der Sitzung berichtete.

Die angesichts der Corona-Pandemie allgemein angestiegenen Baupreise sowie auch das Fortschreiten der Planungen hatten die Kosten am Neuenhof und an der Alleestraße in die Höhe getrieben: Von 8,7 Millionen im März auf rund zwölf Millionen Euro im Fall der neuen Doppelsporthalle für das Gymnasium Alleestraße, beim Schulzentrum von 61,3 Millionen Euro im März auf zuletzt 87,05 Millionen Euro. „Am Neuenhof planen wir nun weiter wie bisher“, sagte Stephan Marks. Die Option, eventuell durch eine Rückstellung der Turnhallenerweiterung zu sparen, hatte die Politik verworfen.

Dreifachturnhalle gegenüber

Für die Alleestraße indes gibt es eine neue Entwicklung. Die Mehrheitskoalition aus SPD, Grünen und FDP hat eine gänzlich neue Idee ins Spiel gebracht, indem sie die Verwaltung damit beauftragt hat, den Bau einer Dreifachturnhalle auf dem gegenüber der Schule gelegenen Haufeld-Parkplatz zu prüfen. Anstelle der jetzigen Doppelturnhalle könnte dann eine Einfachturnhalle entstehen – und für die könnte die aufwendige Baugrubensicherung entfallen. Hintergrund der Überlegung ist auch der von der Gemeindeprüfungsanstalt festgestellte Bedarf für knapp vier Hallen an der Schule.

Die bislang geplante doppelstöckige Halle darf aus Denkmalschutzgründen eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Um aber dennoch in den übereinanderliegenden Hallen eine Deckenhöhe von sieben Metern realisieren zu können, muss der Bau nach aktuellem Stand weiter in die Tiefe gehen. Das zieht mit Blick auf den Grundwasserstand eine aufwendige Baugrube und Wasserhaltung mit sich, was die Kosten erhöht hat.

„Wir steigen in die Prüfung ein“, sagte Marks. Ziel sei es, bis zur nächsten Sitzung des Bau- und Sanierungsausschusses am 21. September eine erste Aussage zur neuen Option treffen und eine grobe Kostenschätzung vorlegen zu können.