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Mobile Teams geplant: Neues Abstrichzentrum am Siegburger Kreishaus

Mobile Teams geplant : Neues Abstrichzentrum am Siegburger Kreishaus

Das Rote Kreuz zieht am Montag in das Gebäude an der Bonner Straße in Siegburg. Das neue Abstrichzentrum des Rhein-SIeg-Kreises ist jedoch keine öffentliche Anlaufstelle für Tests.

Am Montag bekommt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) den Schlüssel, dann kann das neue Abstrichzentrum des Rhein-Sieg-Kreises in Siegburg an den Start gehen. Es ist in ehemaligen Räumen des Kreisjugendamts an der Bonner Straße 21 untergebracht.

Landrat Sebastian Schuster wies bei der Telefon-Pressekonferenz am Freitag darauf hin, dass Betroffene nur mit einer ärztlichen Überweisung oder auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes zum Abstrich zugelassen werden. Von Siegburg aus starten außerdem mobile Teams, um zum Beispiel Abstriche nach Coronafällen in Schulen oder Kitas durchzuführen.

Die aktuellen Coronazahlen seien im Vergleich zu umliegenden Kommunen „noch erträglich“, so der Landrat: „Ich kann nur hoffen, dass das so bleibt.“ Schuster appellierte an die Menschen im Kreis, sich vor allem mit privaten Feiern zurückzuhalten. Das Kreisgesundheitsamt vermutet, dass die gehäuften Ausbrüche in Siegburg, wo aktuell mehrere Einrichtungen betroffen sind, auf eine Feier zurückgehen könnten.

Namen von Einrichtungen mit aktuellen Coronfällen nennt der Kreis weiterhin nicht, er hat die Zahlen aber erstmals nach Kommunen aufgeschlüsselt. Betroffene Einrichtungen sind demnach jeweils eine Kita in Hennef und Siegburg sowie elf Schulen, davon fünf in Siegburg und jeweils eine in Wachtberg, Troisdorf, Sankt Augustin, Meckenheim, Hennef und Bad Honnef.

Der Kreis listet außerdem fünf Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie Kliniken auf, die Bad Honnef, Bornheim, Sankt Augustin, Siegburg und Wachtberg zugeordnet sind. Hinzu kommen fünf Ausbrüche im Bereich Gewerbe in Königswinter, Siegburg und Troisdorf. Schuster wies darauf hin, dass glücklicherweise derzeit nicht mehr als eine oder zwei erkrankte Personen pro genannter Einrichtung zu verzeichnen seien. „Wenn es große Ausbrüche gibt, von denen die Leute im Umfeld wissen müssen, dann werden wir die Einrichtungen nennen“, kündigte er an.

Das Interesse der Bevölkerung an der Grippeimpfung ist laut Rainer Meilicke, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, so groß wie nie. Er hofft, dass sich durch eine breite Anwendung der Grippeimpfung im Winter nicht allzu viele Influenza-Patienten unter die Anwärter für Coronatest mischen. Ein großer Teil des Impfstoffes sei schon verimpft, so Meilicke. Für Menschen mit Vorerkrankungen oder Menschen mit vielen Kontakten wie Personal in Pflege und Kliniken sei aber nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn genug Impfstoff da.