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So gesehen: Operation an der Kamera

So gesehen : Operation an der Kamera

GA-Fotograf Holger Arndt zerbricht die Speicherkarte in der Kamera und bekommt Hilfe von seinem Zahnarzt.

Gehen Sie gerne zum Zahnarzt? Ich auch nicht! Dabei habe ich einen wirklich guten. Trotzdem: Wenn ich einen Termin bei ihm habe, schrumpfe ich mit meinen über 1,90 Metern Körpergröße so weit, dass ich unterm Tisch gehen kann.

Dieser Tage war ich aber sehr dankbar, die Zahnarztpraxis in der Nähe zu haben. Nein, es war nichts an den Zähnen. Sondern an meiner Kamera. Was mein alltägliches Arbeitsgerät mit dem Zahnarzt zu tun hat? Als ich morgens die Chipkarte aus dem Schlitz ziehen wollte, um die Fotos zu bearbeiten, machte es plötzlich laut „Knack“. Die Karte war in der Mitte gebrochen, und ein Teil steckte noch in der Kamera. Ich habe alles versucht, um sie herauszubekommen. Doch da war nichts zu machen, auch nicht mit einer kleinen Zange, auch nicht mit Zahnstochern. Da ist mir einer nach dem anderen kaputt gegangen. Was tun? Die Kamera deshalb extra beim Hersteller einsenden? Das kostet Zeit, und man ist am Ende viel Geld los.

Da kam mir eben die Idee mit dem Zahnarzt. Der hat schließlich feine und feinste Instrumente in seiner Praxis. Ich ging einfach hin, lächelte nett, fragte – und bekam Hilfe in Form einer Pinzette. Damit konnte ich den Rest der Chipkarte herausoperieren. Die Fotodaten, die darauf waren, konnte ich natürlich nicht mehr retten. Aber die Aktion hat mir so ein bisschen die Angst vorm Zahnarzt genommen.