Neue Option fürs Rathaus in Siegburg Phrix-Gelände bietet mehrere Möglichkeiten

Siegburg · Verwaltungsgebäude der Kreisstadt ist marode. Für Phrix-Eigentümer Hannspaul Egge muss ein Rathaus nicht in der City stehen. Ausschuss will sich mit Antrag befassen.

 Eine neue Option? Das Turm-Center auf dem Phrix-Gelände.

Eine neue Option? Das Turm-Center auf dem Phrix-Gelände.

Foto: Holger Arndt

Große Hoffnungen auf eine Umsetzung seines Vorschlages macht sich Hannspaul Egge nicht. „Aber ich wollte es nicht unversucht lassen“, sagt der Kölner Unternehmer auf Nachfrage. Daher habe er sein Turm-Center auf dem ehemaligen Phrix-Gelände als potenziellen Standort für ein Rathaus ins Gespräch gebracht (der GA berichtete). Laut Stadtverwaltung steht sein Bürgerantrag am kommenden Montag im Beschwerdeausschuss auf der Tagesordnung und soll in den zuständigen Bau- und Sanierungsausschuss am Montag, 5. Dezember, verwiesen werden. Bürgermeister Franz Huhn war am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Seit mehr als einem Jahr setzt sich der Architekt Klaus H. Petersen im Auftrag der Stadt mit der Zukunft des Rathauses auseinander. Wie berichtet, hat er sich mit einer Sanierung, einem Umzug in ein bestehendes Gebäude wie auch mit einem Neubau an gleicher oder anderer Stelle befasst. Von ursprünglich sechs sind drei mögliche Neubau-Standorte geblieben: Der Allianz-Parkplatz unweit des Rathauses, der Parkplatz am Facharztzentrum, Wilhelmstraße, sowie ein Neubau auf dem Rathausgrundstück. Das frühere Verwaltungsgebäude des Verbands der Angestellten Krankenkassen (VdAK), Wilhelm-Ostwald-Straße, könnte zum Interimsquartier werden, sollte das Rathaus saniert oder an Ort und Stelle neu gebaut werden.

„Mir erschien das VdAK-Gebäude als sinnvoller Standort mit einer guten Anbindung“, erklärt Hannspaul Egge, warum er seinen Bürokomplex nicht schon früher vorgeschlagen hat. Da das VdAK-Haus weggefallen sei, sehe er das unweit gelegene Turm-Center nun als gute Alternative – obwohl es außerhalb der Innenstadt liegt. „Ein Rathaus ist eine technische Einrichtung und damit nicht an eine Lage gebunden“, sagt Egge. Ein Bürgerbüro an zentraler Stelle in der Innenstadt würde ausreichen.

Im Gewerbegebiet „Am Turm“ eröffnen sich aus Egges Sicht zwei Möglichkeiten: Der Einzug in ein bestehendes Gebäude, Am Turm 42, das auf 6000 Quadratmetern unter den Kriterien Energieeffizienz, Tageslicht, Schallschutz, Belüftung oder Fluchtwege zu einem Verwaltungssitz umgebaut werden könnte. Zudem gebe es ein 18 000 Quadratmeter großes Areal, auf dem ein neues Rathaus gebaut werden könnte. Egge empfiehlt ein Öffentlich-Privates-Partnerschafts-Projekt.

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