Prozess am Landgericht Bonn Früherer Bundespolizist erhält für Vergewaltigung Strafe auf Bewährung

Siegburg/Bonn · Ein früherer Bundespolizist hat in seiner Wohnung eine Kollegin vergewaltigt, die Tat jedoch zunächst geleugnet. Das Landgericht Bonn verhängte jetzt ein Urteil gegen den Täter aus Siegburg.

Der Fall einer Vergewaltigung wurde in Bonn verhandelt. Die Tat geschah in Siegburg.

Der Fall einer Vergewaltigung wurde in Bonn verhandelt. Die Tat geschah in Siegburg.

Foto: dpa/Oliver Berg

Das Geständnis kam spät, aber es kam: Seit Mitte April musste sich ein 30-jähriger früherer Bundespolizist wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor der 3. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht verantworten. Nach anfänglichem Leugnen räumte der Angeklagte kurz vor Ende des Verfahrens ein, dass die Vorwürfe, die ihm von einer ehemaligen Kollegin gemacht wurden, zuträfen. Am Mittwochmittag wurde der Mann nun wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Außerdem zahlt er dem Opfer im Rahmen eines zivilrechtlichen Vergleichs 8000 Euro Schmerzensgeld. Seinen Job ist er hingegen schon länger los: Wenige Tage nachdem die Frau Anzeige erstattet hatte, wurde er vom Dienst suspendiert.