Feuerwehr durfte nicht rein Rauchmelder in Siegburg schrillte stundenlang

Siegburg · Einen ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz gab es am Montag in Siegburg: Ein Rauchmelder meldete seit Stunden Alarm aus einer Wohnung, in der es aber nicht brannte. Die Einsatzkräfte durften die Wohnung allerdings auch nicht öffnen.

Feuerwehr durfte nicht rein: Rauchmelder in Siegburg schrillte stundenlang
Foto: Alf Kaufmann

Einen Einsatz der kuriosen Art hatte am Montag die Siegburger Feuerwehr: Seit dem Nachmittag schlug ein Rauchmelder aus einer Wohnung an der Moltkestraße Alarm - eine Brand schien es dort jedoch nicht zu geben. Der Mieter der Wohnung war nicht aufzufinden, wie die Feuerwehr dem GA vor Ort berichtete. Nachbarn seien zunehmend genervt durch die schrillen Töne, doch die Einsatzkräfte haben keine Handhabe, die Wohnung zu betreten: "Dafür gibt es nach aktueller Lage keine Rechtsgrundlage", so ein Feuerwehrmann am frühen Abend.

Nachbarn hatten die Feuerwehr am späten Nachmittag gerufen, weil der Rauchmelder zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 30 Minuten lief. Auch nach einigen Stunden waren weder ein Ende des Alarms noch der Mieter in Sicht. Auch auf der Straße war das laute Piepsen noch deutlich zu hören. "Wir dürfen nur dann rein, wenn die Polizei entscheidet, dass Gefahr im Verzug ist", sagte die Feuerwehr am frühen Abend. Dann müsse die Feuerwehr für den Fall, dass den Polizisten beim Öffnen der Wohnungstür eine Feuerwalze entgegenschlage, anwesend sein.

Die Wohnung gewaltsam zu öffnen, ohne dass ein Feuer ersichtlich sei, sei nicht verhältnismäßig. Als Ruhestörung gelte der andauernde Lärm erst ab 22 Uhr. Doch die Ruhestörung traf nicht ein. Im Laufe des Abends hieß es: Der Pieper ist aus, der kuriose Einsatz somit beendet.

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