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Großeinsatz in Siegburg: Rettungskräfte suchten nach Kind in der Sieg

Großeinsatz in Siegburg : Rettungskräfte suchten nach Kind in der Sieg

Rettungskräfte suchten am Abend in der Sieg nach einem möglicherweise untergegangenen Kind. Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort. Das Kind war aber offenbar schon vorher aus dem Wasser gerettet worden. Unklar ist aber, von wem.

In der Sieg war möglicherweise am Sonntagabend ein Kind untergegangen. Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG und DRK Wasserwacht Rhein-Sieg waren im Großeinsatz, rund 100 Einsatzkräfte rückten aus. Wie die Polizei vor Ort mitteilte, wurde ein Notruf abgesetzt, dass ein Kind in Höhe des Fischaufstiegs an der Wahnbachtalstraße im Wasser untergegangen sei. Neben Tauchern waren auch ein Hubschrauber, ein Boot sowie eine Drohne der Feuerwehr im Einsatz.

Bei Eintreffen der Feuerwehr hielten sich in Ufernähe noch rund 100 Personen auf, die den Abend am Wasser verbracht und dort unter anderem gegrillt hatten. Allerdings vermisste dort niemand ein Kind, teilte die Polizei nach einer ersten Befragung aller Anwesenden mit. Es war auch zunächst unklar, wer das Kind im Wasser gesehen hatte. Deshalb suchten die Rettungskräfte mit allen verfügbaren Einheiten das Ufer und die Sieg ab - auch aus der Luft. Nach rund einer Stunde klärte sich die Situation dann einigermaßen auf. Tatsächlich war wohl ein Kind in die Sieg geraten und von einer Gruppe von Männern gerettet worden. Die Männer sprangen nach Aussage einer Zeugin vollständig bekleidet in die Sieg.

Die Zeugin rief deshalb den Notruf an, weshalb diese dann zur Sieg fuhren. Vor Eintreffen der Feuerwehr waren die Männer allerdings samt Kind bereits verschwunden und auch nicht mehr anzutreffen. Die Polizei geht davon aus, dass das Kind zu der Gruppe Männer gehöre, denn vor Ort gab niemand an, ein Kind zu vermissen. Gegen 21.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte dann wieder ab. Trotzdem wurden zuvor Ufer und Sieg noch einmal gründlich abgesucht, allerdings ohne Erkenntnisse. Die Wahnbachtalstraße war für die Dauer des Einsatzes auch aufgrund der Vielzahl an Einsatzfahrzeugen gesperrt.

(ga)