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Studiobühne: Schauspielschüler aus Siegburg bringen Verwirrspiel auf die Bühne

Studiobühne : Schauspielschüler aus Siegburg bringen Verwirrspiel auf die Bühne

Die Studiobühne feiert mit der Komödie „Wochenend-Affären“ Premiere. Die Schauspielschüler überzeugen mit einer witzigen Verwechslungsgeschichte.

„Es kann nicht funktionieren. Leute mit Ehemännern besuchen Freunde nicht mit falschen Ehemännern, bloß damit diese Freunde ihre eigenen Ehemänner mit anderer Leute Ehemänner betrügen können.“ Der Satz von Leni an ihre Freundin Clara gerichtet bringt eigentlich schon auf den Punkt, was dem Publikum in der Komödie „Wochenend-Affären“ anschaulich und äußerst witzig bewiesen wird. Am Freitag, 9. Oktober, findet die Premiere des Stücks aus der Feder von Robin Haward auf der Studiobühne in Siegburg statt, gespielt von Schülern der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Schauspielschule Siegburg.

Es handelt sich um eine Verwechslungsgeschichte, in die zwei Ehepaare und deren Liebhaber verwickelt sind. Und darum geht’s: Clara freut sich auf das perfekte Wochenende. Ihr Mann Roland ist geschäftlich unterwegs und so hat sie nicht nur freie Bahn für den Besuch ihres Pariser Lovers Robert, auch der leicht überkandidelte „Interieur-Designer“ Rüdiger, den sie heimlich engagiert hat, kann sich endlich das Haus ansehen und Pläne für die Umgestaltung machen, mit der Clara ihren Mann überraschen will. Es kommt anders, denn Roland bleibt zu Hause. Sein „Geschäftstermin“, Claras beste Freundin Leni, fällt nämlich leider aus. Grund dafür ist, dass Clara Leni bei deren Anruf, der eigentlich Roland galt, kurzerhand zu sich eingeladen hat und diese zusagte.

Nun droht das Chaos. Rüdiger muss sich vor Roland verstecken und daher in die verschiedensten Rollen schlüpfen, Leni und Roland müssen ihre Affäre verheimlichen und der französische Liebhaber steht auch gleich vor der Tür. Doch Clara lässt sich nicht so einfach das Wochenende vermiesen. Sie gibt Rüdiger und ihren Lover wahlweise als Klempner oder Maler aus und jeder wähnt sich schon nachts heimlich im richtigen Zimmer. Zu allem Überfluss taucht auch noch Lenis echter, ziemlich angriffslustiger Ehemann und ehemaliger Preisboxer Robbi auf, der nach dem Liebhaber seiner Frau sucht, dessen Name mit „R“ beginnt.

Die Pointen sitzen bei den Protagonisten

Die Protagonisten Samuel Küßner (Roland), Simone Walleck (Clara), Christoph Wolff (Robert), Melina Jagodzinska (Leni), Daniel Weber (Robbi) und Jannik Hazelhof drücken unter der Regie von René Böttcher und Assistentin Vanessa Stoll von der ersten Minute an auf die Tube, geben sich die imaginäre Klinke in die Hand, wirbeln einzeln und im Pulk über die Bühne, die Ereignisse überschlagen sich und lassen dem Zuschauer kaum Luft zum Durchatmen. Jeder gibt alles, brüllend komisch mit viel Gestik und Mimik. Die Pointen sitzen, das Grinsen weicht dem Zuschauer vom Anfang bis zum Ende nicht aus dem Gesicht.

Obwohl alle Beteiligten die perfekten Rollen spielen und die einzelnen Charaktere nicht besser verkörpern könnten, sticht einer von ihnen besonders hervor. Wenn Jannik Hazelhof mit seinem treu-doofen Blick, der an den von Stan Laurel erinnert, nur noch Bahnhof versteht, ist das einfach zum Schreien.

Das Stück „Wochenend-Affären“ feiert am Freitag, 9. Oktober, auf der Studiobühne, Humperdinckstraße 27 in Siegburg, Premiere. Die erste Vorstellung ist bereits ausverkauft. Weitere Termine und Karten unter www.theaterseite.de.