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Schulen in Siegburg: Vierfachturnhalle für das Gymnasium Alleestraße

Schulen in Siegburg : Eine Vierfachturnhalle für das Gymnasium Alleestraße

Das Siegburger Gymnasium Alleestraße kämpft seit Jahren für eine neue Sporthalle. Die Politik hat sich jetzt mehrheitlich für den Bau einer neuen Vierfachhalle auf dem Haufeld-Parkplatz ausgesprochen.

Das Gymnasium Siegburg Alleestraße (GSA) soll auf dem gegenüber der Schule gelegenen Haufeld-Parkplatz eine neue Vierfachturnhalle erhalten. So hat es zumindest der Bau- und Sanierungsausschuss gegen die Stimmen der CDU beschlossen. Die Christdemokraten stellen allerdings die Rechtsmäßigkeit dieses Beschlusses in Frage. Da ihrer Bitte, zur Klärung offener Fragen Vertreter der Stadtbetriebe AöR in die Sitzung zu laden, nicht nachgekommen worden war, legten sie Einspruch ein. Deswegen steht die Turnhalle nun noch einmal in der nächsten Ratssitzung auf der Tagesordnung.

Die CDU präferiert eine andere Lösung für das GSA. Sie möchte, wie bislang geplant, die alte Halle abreißen und an ihrer Stelle eine neue Doppelturnhalle errichten. Zusätzlich soll auf dem Parkplatz eine Dreifachturnhalle mit einer Gewerbeeinheit entstehen. Wegen gestiegener Baukosten hatte die Politik die Verwaltung beauftragt, Alternativen zu den bisherigen Planungen zu prüfen. Fünf Varianten hatte sie im Oktober vorgelegt.

Vor allem der zeitliche Aspekt spreche für die von der CDU bevorzugte Variante, hob Jürgen Peter für seine Fraktion hervor. „Mit dem Bau der neuen Doppelhalle könnte umgehend begonnen werden“, sagte er. Die bisherige Planung wäre nicht umsonst, die bereits ausgegebenen Planungskosten nicht verloren. Und mit der Integration einer Gewerbeeinheit in eine Dreifachturnhalle, trage man zudem dem Masterplan Haufeld Rechnung. Dass seiner Fraktion die Gelegenheit genommen sei, den Stadtbetriebevorstand nach Auswirkungen des Hallenbaus auf Parkplätze und andere Projekte zu befragen, nannte er nicht rechtens.

„Wir wollen doch im Wesentlichen das Gleiche“, sagte Michael Keller (SPD). Die Schule solle ein vernünftiges Sporthallenangebot bekommen. „Wir glauben, dass wir mit der Variante fünf eine vernünftige Lösung gefunden haben“, sprach Keller auch für seine Koalitionspartner Grüne und FDP. Mit prognostizierten 21,5 Millionen Euro sei die Vierfachsporthalle günstiger als der Vorschlag der CDU, dessen Baukosten bei etwa 29 Millionen Euro liegen würden. Mit einer Fertigstellung rechne er trotz notwendiger europaweiter Ausschreibung im Jahr 2025. Und zudem bekomme die Schule einen erheblichen Teil ihres Schulgeländes zurück. „Die Option einer gewerblichen Nutzung durch eine Aufstockung behalten wir immer im Auge“, so Keller.

An die jahrelange Diskussion um die Sporthalle erinnerte Ralph Wesse (SBU): „Und es passierte nichts.“ Deswegen trage seine Fraktion den Vorschlag der Mehrheitskoalition mit. „Die Schüler sollen endlich eine vernünftige Halle bekommen.“

Schule ist mit Lösung zufrieden

Schulleiterin Sabine Trautwein zeigt sich auf Nachfrage zufrieden mit der mehrheitlich präferierten Lösung. In erster Linie ist sie aber froh, wenn ihre Schule endlich eine neue Sporthalle erhält. Ihre Vorgängerin habe seit 2001 dafür gekämpft, sagt sie. „Als ich dann 2018 an die Schule kam, hieß es, Sie bekommen jetzt eine neue Sporthalle“, so Trautwein. Drei Jahre später ist das GSA noch keinen Schritt weiter – und das Jonglieren mit den begrenzten Hallenkapazitäten nach wie vor Alltag.

Dass nun an anderer Stelle eine neue Vierfachsporthalle entstehen soll, habe Vorteile. „Wir können unseren Sportunterricht  erst einmal zumindest wie bisher fortführen“, sagt Trautwein. Wäre die marode Doppelturnhalle, wie eigentlich geplant, abgerissen worden, hätte das ihre Schule vor große organisatorische Probleme gestellt. Für den Sportunterricht hätte das GSA dann auf die Hallen anderer Schulen ausweichen müssen.

Abgerissen werden soll die Doppelhalle noch immer, allerdings erst, wenn die neue Vierfachturnhalle steht. Damit gewinnt das GSA dann mehr Platz auf seinem Schulgelände. Eine Idee, wie sie ihre Einrichtung die Schulhoferweiterung nutzen kann, hat Sabine Trautwein schon: „Vielleicht für Außensportanlagen.“