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Siegburg: 44-Jähriger gesteht Schüsse auf Grablichter

Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe : 44-Jähriger gesteht Schüsse auf Grablichter in Siegburg

Ein 44-jähriger Bonner hat zugegeben, auf Grablichter in Siegburg geschossen zu haben. Auf dem Nordfriedhof waren seit November mindestens 43 Lampen beschädigt worden.

Nach einer Serie von Sachbeschädigungen auf dem Nordfriedhof in Siegburg im vergangenen November ist der Schuldige offenbar gefunden worden. Die Polizei nahm am Mittwoch nach eigenen Angaben einen Mann fest, der mit einer Pistole um sich geschossen hatte.

Zeugen hatten die Polizei gerufen, als sie das sahen. In der Nähe des Friedhofs stellten die Beamten den leicht alkoholisierten 44-jährigen Bonner, der vorne im Hosenbund eine Waffe trug. Bei dieser handelte es sich um eine Druckluftpistole. Der Tatverdächtige trug zudem eine CO2-Patrone und passende Munition mit sich.

Gegen den obdachlosen Mann besteht ein absolutes Waffenverbot. Bei seiner Vernehmung gab er zu, auf Grabkerzen geschossen zu haben und auch für die Taten am 13. November verantwortlich zu sein. Die Polizei geht davon aus, dass seit Anfang November mindestens 43 Grablichter beschädigt wurden.

Gegen den 44-Jährigen wird nun ermittelt wegen Störung der Totenruhe, Sachbeschädigungen und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Weil er augenscheinlich an einer psychischen Erkrankung leidet, wurde der Mann in ärztliche Obhut überstellt.