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Siegburg-Kaldauen: Fraktionen wollen Zentrum wiederbeleben

Baumaßnahmen in Siegburg : So soll das Kaldauer Zentrum wiederbelebt werden

Politik und Verwaltung machen sich Gedanken um die Zukunft des Siegburger Stadtteils Kaldauen. Dort befürchten die Fraktionen einen Verfall des Lebens in der Innenstadt.

Die Zukunft des Siegburger Stadtteils Kaldauen liegt allen am Herzen. Dass in dessen Zentrum mehr als eine reine Wohnbebauung entstehen soll, darin sind sich Politik und Verwaltung einig. Wie berichtet, hatte die CDU ihren Sorgen unlängst in der Forderung nach einem „Masterplan Kaldauen“ Ausdruck verliehen. Den wird es nun doch nicht geben. Im Planungsausschuss zogen die Christdemokraten ihren Antrag zurück – dass Bürgermeister Stefan Rosemann ihnen zusicherte, dass die Verwaltung die Entwicklungen in Kaldauen im Blick hat und bereits Gespräche führt, reichte ihnen aus.

Wie der GA berichtete, hatte die Schließung des Edeka-Supermarktes und der einzigen größeren Gaststätte mit Versammlungssaal und die damit verbundene Befürchtung, dass Kaldauen infrastrukturell abgleitet und zu einer reinen Schlafstadt wird, die CDU-Fraktion zu ihrem Antrag bewogen. Ihre Idee war, über einen Masterplan die städtebauliche Entwicklung im Herzen des Stadtteils zu steuern, einen Mittelpunkt mit allen wesentlichen Versorgungs- und Dienstleistungsangeboten aufzubauen und einen Treffpunkt sowie einen Festplatz für das Vereinsleben zu schaffen.

Dabei geht es der Fraktion vor allem um den Bereich zwischen Hauptstraße, Am Abtshof, Wiesenweg, Kapellenstraße und gegebenenfalls auch um umliegende Grundstücke. Sie wünscht sich, dass dort neue Gewerbeflächen entstehen, um das Zentrum in Kaldauen wieder zu beleben. Das sollte laut CDU durch Bau oder Verpachtung eines neuen gastronomischen Betriebs, den Bau einer Mehrgenerationen-Begegnungsstätte und eine Ansiedlung neuer Geschäfte und Dienstleister geschehen.

Fraktionen wollen keine Wohnbebauung

Lange lag das Grundstück gegenüber des vor 20 Jahren errichteten Geschäfts- und Wohnhauses, in dem bis vor kurzem auch der Supermarkt war, brach. Dass es nun an einen bekannten Wohnungsbauer verkauft worden ist, befeuerte die Sorge der CDU. Ihr Antrag sollte einen möglichen Wohnungsbau verhindern.

Bürgermeister Stefan Rosemann stellte im Ausschuss jedoch klar, dass es dazu nicht kommen wird. „Wir haben mit dem neuen Eigentümer bereits Gespräche geführt, und er ist sehr offen für alles, was wir bauen wollen“, sagte er. Es sei nicht beabsichtigt, dort Wohnbauten zu errichten. Daraufhin zog die CDU ihren Antrag zurück.

Die SPD bat darum, bei der Planung für das Kaldauer Zentrum die Situation des gesamten Stadtteils im Blick zu behalten und forderte, die Bürger mit in den Planungsprozess einzubeziehen.