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Siegburg: Stadt kontrolliert Maskenpflicht am Bahnhof

Ordnungs- und Sicherheitskräfte im Einsatz : Siegburg kontrolliert Maskenpflicht am Bahnhof

Am Siegburger Bahnhof tummeln sich täglich bis zu 20.000 Menschen. Ob die auch alle der dort geltenden Maskenpflicht nachkommen, überprüften Ordnungs- und Sicherheitskräfte an einem Kontrolltag. Auch in Troisdorf waren sie im Einsatz.

Nach der langen Fahrt mit der Stadtbahn 66 habe sie frische Luft schnappen wollen, erklärte die Frau ohne Maske. Eilig hatte sie ihren Mund-Nasen-Schutz hochgezogen, als sie die Mitarbeiter des Ordnungsamtes im Siegburger Bahnhof auf sich zukommen sah. Zu spät. Die ließen nicht mit sich reden, die Ausrede nicht gelten, walteten ihres Amtes und verhängten ein Bußgeld. Das Missachten der Maskenpflicht kostet die Frau nun 150 Euro. Wie ihr erging es beim Maskenkontrolltag, den der Nahverkehr Rheinland (NVR) am Dienstag an den Bahnhöfen in Siegburg und Troisdorf koordiniert hatte, auch noch anderen.

Täglich 20.000 Menschen am Siegburger Bahnhof

„Bis vor wenigen Wochen haben unsere Ordnungsamtsmitarbeiter bei Verstößen gegen die Maskenpflicht zunächst einmal auf den Fehler hingewiesen“, sagte Siegburgs Pressesprecher Jan Gerull. Inzwischen gebe es die Anweisung, rigoros vorzugehen. Heißt, wer keinen Mund-Nase-Schutz trägt, muss ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen. Täglich gehört auch der Bahnhof zum Kontrollgebiet des Siegburger Ordnungsamtes. „An normalen Tagen sind hier bis zu 20.000 Menschen unterwegs“, so Gerull. Gerade auch mit Blick auf die aktuell steigende Zahl an Corona-Fällen seien die Kontrollen wichtig. „Allein in Siegburg haben wir inzwischen 450 Schüler in Quarantäne und 24 akute Corona-Fälle“, so Gerull.

Neu ist die Maskenpflicht an Bahnhöfen nicht. Seit Ende April muss in Bussen und Bahnen und eben auch an Haltestellen und Bahnsteigen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. „Das Bußgeld gilt seit dem 12. August“, erklärte NVR-Sprecher Benjamin Jeschor. „Da es ein ordnungsrechtliches Verfahren ist, kann es auch nur von Mitarbeitern der Ordnungsbehörden verhängt werden“, so Jeschor. Busfahrer oder Schaffner könnten nur auf die Maskenpflicht hinweisen und Passagiere, die sich weigern eine Maske zu tragen, aus Bus oder Bahn werfen. Ein landesweiter Kontrolltag im August habe gezeigt, dass die Situation in Bussen und Bahnen eher unproblematisch sei. Deswegen konzentrierten sich die aktuellen Kontrolltage auf die Bahnhöfe.

In Siegburg wie in Troisdorf waren am Dienstagnachmittag rund vier Stunden lang jeweils sechs Ordnungsamtsmitarbeiter sowie vier Mitarbeiter der DB-Sicherheit unterstützt von der Bundespolizei im Einsatz. „Die meisten Leute halten sich daran“, hielt Jan Gerull am späten Nachmittag fest. Das zeigten die täglichen Kontrollen, aber auch nach erstem Anschein der Kontrolltag. Am Ende ahndete das Siegburger Ordnungsamt insgesamt 118 Verstöße mit einem Bußgeld von je 150 Euro, wie Jan Gerull mitteilte. Weitere Kontrolltage sollen folgen.