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Siegburg und Sankt Augustin: Drogenring von Kripo zerschlagen

Ermittlungsgruppe „Magic“ : Polizei zerschlägt Drogenring im Rhein-Sieg-Kreis

Die Kripo hat in Siegburg und Sankt Augustin mehrere Tatverdächtige festgenommen, die an einem Drogenring beteiligt gewesen sein soll. Die Ermittlungsgruppe „Magic“ war bereits seit August vergangenen Jahres tätig. Bei den Verdächtigen wurden Waffen, große Mengen Drogen und Bargeld gefunden.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Bonn am Montag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Bereits seit August 2019 hätten sich Hinweise darauf gemehrt, dass in mehreren Cafés und Spielhallen im Rhein-Sieg-Kreis „in nicht geringem Umfang“ mit illegalen Drogen gehandelt wird. Daraufhin sei die „EG Magic“ eingerichtet worden.

Gegen einen 50-jährigen Siegburger sowie gegen drei Frauen im Alter von 34, 36 und 48 Jahren hätte sich in den Ermittlungen der Tatverdacht erhärtet. Die Frauen hätten unangemeldet beziehungsweise unter falschen Personalien in Siegburg gelebt. Auch ein bereits wegen Gewaltdelikten polizeibekannter Siegburger zählte zu den Verdächtigen.

Kokain, Marihuana, Drogengeld Waffen gefunden

Am frühen Morgen des vergangenen Freitag schlugen die Ermittler zu. Sie wurden beim Zugriff unterstützt vom Spezialeinsatzkommando Köln, da es Hinweise auf Besitz scharfer Waffen bei einem der Beschuldigten gegeben habe. Die Polizisten durchsuchten mehrere Wohnungen, Cafés und Spielhallen in Siegburg und Sankt Augustin und stellten Beweismaterial sicher: darunter eine scharfe Pistole, zwei Gaspistolen, mehr als 240 Verkaufseinheiten Kokain, rund ein Kilo Marihuana und mehr als 50.000 Euro mutmaßliches Drogengeld.

Die Verdächtigen wurden vorläufig festgenommen und später einem Haftrichter vorgeführt, der gegen alle fünf Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.