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Michaelsberg in Siegburg: SPD denkt an Rolltreppe oder Förderband

Michaelsberg in Siegburg : SPD denkt an Rolltreppe oder Förderband

Froh ist die Siegburger SPD-Fraktion über die Entwicklung auf dem Michaelsberg, auf den das Katholisch-Soziale Institut (KSI) aus Bad Honnef zieht und dort neu bauen will.

Doch die Sozialdemokraten sorgen sich um den zu erwartenden zusätzlichen Verkehr am Berg und im Mühlenviertel. Wie der künftig besser reguliert werden kann, dazu hat die SPD dem Planungsausschuss für seine Sitzung am Donnerstag (18 Uhr, Rathaus) einen umfassenden Prüfantrag vorgelegt.

Gleichzeitig sind Ideen zu prüfen, den Michaelsberg als Anziehungspunkt für Touristen attraktiver zu gestalten. "Kommt das KSI, wird sich die Situation vor allem auf der Mühlenstraße verschärfen", sagte Fraktionsvorsitzender Frank Sauerzweig. Die SPD schlägt deshalb vor, die Mühlenstraße stadtauswärts zur Einbahnstraße zu machen, um so die Engstelle am Haus "Auf der Arken" zu entschärfen.

Stadteinwärts soll der Verkehr dann über die Siegfeldstraße und über eine noch zu bauende Brücke über den Mühlengraben auf den Mühlentor-Parkplatz hinter dem Kranz-Hotel vorbei auf die Mühlenstraße führen. "Das allein reicht aber noch nicht aus", sagte Sauerzweig.

Unverzichtbar sei der Bau eines Kreisverkehrs auf dem Kaiser-Wilhelm-Platz. Dazu will die SPD prüfen lassen, ob die Notwendigkeit zweier sogenannter Bypässe am Kreisel Konrad-Adenauer-Allee, Richtung Zange und in Richtung Sankt Augustin besteht. Dazu will die SPD wissen, wie unter Einsatz eines dynamischen Parkleitsystems unnötiger Verkehr im Mühlenviertel und rund um dem Michaelsberg vermieden werden kann.

[kein Linktext vorhanden]Klar ist für die SPD, dass die Baustraße auf dem Berg nur temporären Charakter hat. "Sie muss bei Fertigstellung des Anbaus zurückgebaut werden, auch wenn das KSI es anders haben will", so Sauerzweig. Der Berg solle "autofrei" werden. Lediglich Anwohner der Bergstraße und Gäste vom KSI und Exerzitienhaus sowie der Lieferverkehr dürften die Straße nutzen.

Sollte die Entlastung des Mühlenviertels nicht ausreichen, könnte laut SPD zusätzlicher Parkraum durch den Bau eines Parkhauses am Kleiberg und auf dem Mühlentorplatz geschaffen werden. Geprüft werden solle, ob es von dort nicht die Möglichkeit gebe, ein Transportmittel auf den Berg für Fußgänger zu errichten. Dabei denkt die SPD an eine überdachte Rolltreppe oder ein Förderband.

Auf dem Michaelsberg wünscht sich die SPD eine ansprechende Gastronomie sowie eine Dependance des Stadtmuseums mit einer multimedialen Dauerausstellung zur Geschichte des Michaelsberges, der Abtei und des Abteigründer, Erzbischof Anno. "So könnte ein abgerundetes attraktives Angebot entstehen", sagte SPD-Stadtrat Michael Keller.